Ende der Hauptrunde beim Vis Moot 2020/21

Am heutigen Dienstag, dem 30. März 2021 ging die Hauptrunde des diesjährigen Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot (Vis Moot) zu Ende. In diesem Jahr traten beim 28. Vis Moot, der virtuell in Wien stattfand, 385 Teams aus 80 Ländern gegeneinander an. Die Hauptrunde dauerte vier Tage. Jedes Team hatte dabei die Gelegenheit gegen vier andere Universität anzutreten.

Nachdem das Team der Universität Bremen in den letzten drei Tagen ausschließlich gegen Universitäten aus Nord- und Südamerika angetreten war, kam der heutige Gegner aus Europa. In der Anhörung Institut d’Etudes Politiques de Paris (Sciences-Po) v. University of Bremen schlüpften Franca Braach und Fiona Anton-Haase ein letztes Mal in die Rolle der Rechtsanwälte der Beklagten, CamVir Ltd und VectorVir Ltd, den fiktiven Pharmaunternehmen des diesjährigen Vis Moot-Jahrs aus Equatoriana.

Nach über einem halben Jahr der Beschäftigung mit fiktiven Impfstoffkandidaten gegen COVID-19, viralen Vektoren auf Basis von Krankheiten bei Gorillas, menschlichen embryonalen Nierenzellkulturen, der Beiladung von Dritten im Schiedsverfahren, virtuellen Anhörungen ohne Zustimmung einer beteiligten Prozesspartei, der Anwendbarkeit des UN-Kaufrechts bei gemischten Verträgen und der Besonderheiten der Haftung des Verkäufers wegen Ansprüche aus geistigem Eigentum von Dritten nach Art. 42 UN-Kaufrecht, geht für die Studentinnen ein Abschnitt zu Ende. Auch für den Betreuer des diesjährigen Vis Moot-Teams der Universität Bremen, Tobias Pinkel, endete mit den Verfahren Symbiosis Law School, Pune v. University of Lagos, Nigeria und University of California, Los Angeles v. ZHAW Zurich University of Applied Sciences, in denen er als Schiedsrichter fungierte, der diesjährige Vis Moot-Wettbewerb.

Obwohl das Team der Universität Bremen nicht die Endrunden erreichte, konnte es durchaus mit seinen Leistungen zufrieden sein. Auch dass die Universität Bremen erstmalig sowohl am Vis East Moot (virtuell) in Hongkong als auch am Vis Moot (virtuell) in Wien teilnehmen konnte, ist eine überzeugende Leistung des gesamten Teams. Damit haben die diesjährigen Teilnehmerinnen einen wichtigen Grundstein für die erfolgreiche Teilnahme an beiden Wettbewerben im nächsten Jahr gelegt. Besonders freut MCAB e.V., dass gleich drei Studentinnen aus dem diesjährigen Vis Moot-Team auch im nächsten Jahr wieder an dem Wettbewerb teilnehmen wollen.

Vis Moot-Team der Universität Bremen trat am zweiten Tag der Hauptrunde in Wien gegen University of Washington an

Nachdem Paulina Sophie Skarke und Anna Elisa Kremming von der Universität Bremen gestern im virtuellen Wien gegen das südamerikanische Vis Moot-Team aus Brasilia antreten durfte, kamen die Kontrahenten bei der zweiten mündlichen Verhandlungsrunde in der Hauptrunde des diesjährigen Vis Moot aus Nordamerika. An heutigen Sonntag, dem 28.03.2021 traten Paulina Sophie Skarke und Anna Elisa Kremming als Rechtsanwälte der Beklagten gegen das Team der University of Washington aus Seattle an.

Das aufeinandertreffen mit den Studentinnen der University of Washington war für das Team der Universität Bremen eine ganz besondere Begegnung. In der Schriftsatzphase des Wettbewerbs erhielt das Team der Universität Bremen im letzten Dezember den Klägerschriftsatz der University of Washington und hatte dann bis zum 28.01.2021 Zeit, sich auf 35 Seiten im Schriftsatz im Namen der Beklagten mit den Argumenten der Studentinnen und Studenten aus Seattle auseinanderzusetzen. Nun zumindest virtuell auf einen Teil der Verfasserinnen dieses Schriftsatzes zu treffen, war für das Team der Universität Bremen besonders spannend. Insgesamt war die Runde, die von Jurij Santschi, dem Coach der Universität St. Gallen als vorsitzenden Schiedsrichter geleitet wurde, auf sehr hohem Niveau. Das Team der Universität Bremen musste den direkten Vergleich mit den US-amerikanischen Muttersprachlern jedoch zu keinem Zeitpunkt scheuen. Das Tribunal erwies sich als sehr aktiv, sodass sich der Vortrag der Studentinnen über weite Strecken in einen Dialog mit dem vorsitzenden Schiedsrichter verwandelte.

Der Teamleiter des Vis Moot-Teams der Universität Bremen fungiert auch in diesem Jahr wieder in der Hauptrunde des Wettbewerbs als Schiedsrichter. Neben seiner Coaching-Tätigkeit und den Nachbesprechungen mit dem Team der Universität Bremen war er gestern als Schiedsrichter in der Verhandlung University of Montenegro vs UAE University tätig und saß heute dem Verfahren Al-Mustansiriyah University vs Westminster International University in Tashkent vor.

Für das Team der Universität Bremen ist nun die Halbzeit der Hauptrunde in Wien erreicht. Für Paulina Sophie Skarke und Anna Elisa Kremming ist die Hauptrunde jedoch schon zu Ende. In den verbleibenden beiden mündlichen Verhandlungen wird das Team der Universität Bremen von Fiona Anton-Haase und Franca Braach vertreten.

MCAB e.V. wünscht dem Bremer Vis Moot-Team auf den letzten Metern des Wettbewerbs viel Erfolg, Kraft und Spaß und drückt für die morgige Verhandlung gegen die University of Pennsylvania ganz fest die Daumen.

Letzte Übungsrunde vor Wien gegen älteste Universität der Ukraine

Am heutigen Donnerstag, dem 25.03.2021 trat das Vis Moot-Team der Universität Bremen in einer Freundschaftsbegegnung für eine mündlichen Verhandlungsrunde gegen das Team der Nationale Iwan-Franko-Universität Lwiw an. Die auf eine bereits 1608 gegründete Jesuitenschule zurückgehende Universität, ist die älteste Universität der Ukraine. Auch die 1661 gegründete juristische Fakultät der Nationale Iwan-Franko-Universität Lwiw ist die älteste des Landes.

Die Begegnung mit dem Team der Nationale Iwan-Franko-Universität Lwiw war für die Studentinnen aus Bremen bereits die zweite im Rahmen des diesjährigen Wettbewerbs. Erstmalig traft die beiden Teams beim ersten Lviv Vis Pre-Moot, bei dem das Team der Universität Bremen den dritten Platz belegte, aufeinander.

In der heutigen Übungsrunde, die um 18:00 Uhr MEZ begann, wurde das Team der Universität Bremen durch Anna Kremming und Paulina Sophie Skarke vertreten, die in die Rolle der Anwälte der beklagten schlüpften.

Für das Team der Universität Bremen war die heutig mündliche Verhandlung die letzte Übungsrunde gegen ein Team einer anderen Universität, bevor am Samstag die Hauptrunde des Vis Moots im virtuellen Wien beginnen wird. In Wien werden Fiona Anton-Haase, Franca Braach, Anna Kremming und Paulina Sophie Skarke für die Universität Bremen antreten. Dann finden über ein halbes Jahr Vorbereitung in die vier mündlichen Verhandlungsrunden gegen andere Universitäten ihren Höhepunkt. Jedes Teammitglied wird einmal als Anwältin der Klägerin und einmal als Anwältin der Beklagten antreten, bevor in wenigen Tagen das Vis Moot-Jahr 2020/21 sein Ende finden wird.

Das Vis Moot-Team der Universität Bremen und MCAB e.V. bedanken sich beim Team der Nationale Iwan-Franko-Universität Lwiw für die Gelegenheit, noch einmal die mündlichen Verhandlungen zu üben. Bleibt zu hoffen, dass sich die Teams im nächsten Jahr nicht nur virtuell beim zweiten Lviv Vis Pre-Moot erneut begegnen werden.

Links zum Besuch der mündlichen Vis Moot-Verhandlungen in Wien mit Beteiligung des Teams der Universität Bremen verfügbar

Am kommenden Samstag, dem 27.03.2021 beginnt mit der Hauptrunde beim Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot der Höhepunkt des Vis Moot-Jahrs 2020/21. Nach über einem halben Jahr Vorbereitung, zahllosen Vorbereitungsrunden als Pre-Moots, bei Großkanzleien und in Form von Freundschaftsrunden mit einzelnen Teams über ZOOM und dem Ende des Zwillingswettbewerbs – dem Vis East Moot – in Hongkong, treten nun in diesem Jahr fast 400 Universität virtuell in Wien gegeneinander an, um in jeweils vier bewerteten mündlichen Verhandlungen gegen andere Universitäten zu entscheiden, welchen 64 Teams in den KO-Runden antreten dürfen. Dabei schlüpfen die Teammitglieder jeweils bei zwei Verhandlungen in Rolle der Rechtsanwälte der Klägerin und der Beklagten.

Auftaktveranstaltung zum Vis Moot in Wien 2018 (c) Tobias Pinkel
Vis Moot Eröffnungszeremonie in Wien 2018

Wie in jedem Jahr können auch Zuschauer an den Verhandlungen teilnehmen und sich anschauen, wie sich das Team der Universität Bremen gegen Vertreter von Universitäten aus der ganzen Welt schlägt. Die Besonderheit in diesem Jahr: Dafür ist keine Reise nach Wien notwendig. Vielmehr kann man die virtuellen Verhandlungen bequem vom heimischen Sofa online verfolgen. Wer Interesse hat, den Wettkampf zu verfolgen findet nachstehend Zeiten und Links:

Samstag, 27 März 2021, 12:30 Uhr: Universität Bremen (Klägerin) v. Universidade de Brasília (Beklagte)
https://idrc-co-uk.zoom.us/j/82920423383?pwd=NmRXQTBrTmRkK3B0aEpET3FUcDZMQT09 (Hearing 98)

Sonntag, 28 März 2021, 16:30 Uhr: University of Washington (Klägerin) v. Universität Breme (Beklagte)
https://idrc-co-uk.zoom.us/j/87588106132?pwd=dDFiYldzdmxZeU5EaU5nbzVHWlJMUT09 (Hearing 192)

Montag, 29 März 2021, 14:30 Uhr: Universität Bremen (Klägerin) v. University of Pennsylvania (Beklagte)
https://idrc-co-uk.zoom.us/j/89461031525?pwd=YS9KMjlsNWxCanB5YVhNcmxzbXlNZz09 (Hearing 131)

Dienstag, 30 März 2021, 14:30 Uhr: Institut d’Etudes Politiques de Paris (Sciences-Po) (Klägerin) v. Universität Bremen (Beklagte)
https://idrc-co-uk.zoom.us/j/85808432846?pwd=aVB2WXAwMTQvMU4relpISlprZHloQT09 (Hearing 131)

MCAB e.V. wünscht dem Team der Universität Bremen viel Erfolg und allen Zuschauerinnen und Zuschauern viel Spaß bei der Hauptrunde des diesjährigen Vis Moots.

Vis (East) Moot-Team der Universität Bremen bei White & Case

Am heutigen Montag, dem 22.03.2021, wurde das Vis (East) Moot-Team der Universität Bremen als eines von 28 Teams von einer der führenden internationalen Großkanzleien zum White & Case Virtual Vis Pre-Moot (22 March 2021) eingeladen.

Alle Teams hatten die Gelegenheit, gegen Teams von zwei anderen Universitäten anzutreten. In der ersten mündlichen Verhandlungsrunde wurde das Team der Universität Bremen von Fiona Anton-Haase und Franca Braach vertreten. In dieser Anhörung gegen die American University aus Washington DC vertraten die Studentinnen aus Bremen die Interessen der Beklagten.

In der zweiten Runde traten Paulina Skarke und Anna Kremming von der Universität Bremen als Vertreterinnen der Klägerin gegen die französische École supérieure des sciences économiques et commerciales (ESSEC Business School) an. In den beiden internationalen Verhandlungen zeigten die Studentinnen aus Bremen, dass sie auch den Vergleich mit führenden Universitäten standhalten können.

Besonders hilfreich war dabei insbesondere, gegen eine Universität aus den USA anzutreten, da diese oftmals andere Schwerpunkte setzen und sich durch einen anderen Vortragsstil auszeichnen. Dies gilt umso mehr, da die Universität Bremen in der Hauptrunde in Wien gleich gegen zwei US Law Schools antreten wird. Zum andern war besonders interessant, in erster Linie Feedback von in der anwaltlichen Praxis tätigen Juristen zu erhalten. Bei den meisten von Universitäten organisierten Pre-Moots sind anders als in Wien die Schiedsrichter mehrheitlich Wissenschaftler.

Im Anschluss an die Verhandlungen fand die White & Case Pre-Moot „Pizza Night“ statt. Hierbei lud die Kanzlei alle teilnehmenden Studentinnen und Studenten sowie Coachs zu einer Pizza oder einem anderen bestellten Gericht zu Hause ein und ermöglichte gleichzeitig den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in wechselnden ZOOM Breakout-Rooms untereinander und mit Anwälten von White & Case in Kontakt zu kommen. Dies war eine großartige Gelegenheit, sich auch in der digitalen Vis Moot-Welt auszutauschen und zu vernetzen.

Das Vis Moot-Team der Universität Bremen und MCAB e.V. bedanken sich ganz herzlich bei White & Case für die Einladung zum perfekt organisierten Pre-Moot.

Moot Court Association Bremen (MCAB) e.V. feiert ersten Geburtstag

Kurz bevor die ersten coronabedingten Kontaktbeschränkungen in Deutschland in Kraft traten, wurde am Samstag, dem 21.03.2020 der Moot Court Association Bremen (MCAB) e.V. gegründet. Ein Jahr später kann der Verein bereits auf zahlreiche Erfolge zurückblicken, auch wenn ob der noch immer andauernden pandemischen Lage nicht alle geplanten Projekte umgesetzt werden konnten. Noch immer steht eine Gründungsfeier aus, zu der alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Moot Court-Teams der Universität Bremen eingeladen werden sollen. Hierdurch soll eine bessere Vernetzung zwischen ehemaligen und aktuellen Moot Court-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern erreicht und so MCAB e.V. noch mehr Kraft verliehen werden.

Trotz der aller Coronaauflagen funktionierte aber auch vieles sogar besser als erhofft. Das wohl wichtigste Projekt im ersten Jahr seines Bestehens war, zusammen mit dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen nach Ende des ForstA-Projekts ein Konzept zur Verstetigung der Teilnahme am Vis Moot zu erstellen und erfolgreich umzusetzen. Dazu zählten in erster Linie die Organisation eines Vorbereitungsworkshop im September und die zum Verein gehörenden ehrenamtlichen studentischen Coachs, die das Team der Universität Bremen unterstützen und so einen wesentlichen Beitrag zu deren Erfolg leisten. Zudem übernahm der Verein organisatorisch zahlreiche Aufgaben für das Vis Moot-Team. Über die Verstetigung der Teilnahme am Vis Moot in Wien hinaus gelang dem Verein ein weiterer Erfolg: MCAB e.V. finanzierte die erste Teilnahme eines Teams der Universität Bremen am Vis East Moot in Hongkong. Auch wurden erste Konzeptideen entworfen, wie auch in Zukunft eine Teilnahme am Hongkonger Wettbewerb sichergestellt werden kann.

Nach einem Jahr hat MCAB e.V. allen Grund sich und seine Erfolge zu feiern. Es ist also an der Zeit, zumindest virtuell die Gläser zu erheben. Leider muss auf Grund der noch immer geltenden Kontaktbeschränkungen und der beginnenden dritten Sars-CoV-2-Welle in Deutschland eine klassische Geburtstagsfeier mit Kaffee und Kuchen und – zu fortgeschrittener Stunde – auch einigen geistigen Getränke entfallen. Vereinstreffen und -Feiern werden also zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden müssen.

Vor MCAB e.V., der sich zum Ziel gesetzt hat, Moot Courts als festen Bestandteil der juristischen Ausbildung in Bremen zu etablieren und auszubauen, liegt aber auch noch sehr viel Arbeit. Im zweiten Jahr seines Bestehens sollen vor Allem zwei Projekte in Angriff genommen werden: Der Aufbau des ersten Teams der Universität Bremen für den Soldan Moot zum deutschen Zivil- und Anwaltsrecht sowie – so es die Coronalage im zweiten Halbjahr 2021 zulassen wird – die Organisation einer Gründungsfeier, zu der alle ehemaligen Moot Court-Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen werden sollen.

Vis Moot Team der Universität Bremen nimmt am ersten Lviv Vis Pre-Moot 2021 teil

Auch nach dem Ende der Hauptrunde des Vis East Moot in Hongkong geht die Vorbereitung auf den Vis Moot-Wettbewerb zumindest für die vier Studentinnen, die die Universität Bremen in Wien vertreten, unverändert weiter. Deshalb nahm das Vis (East) Moot-Team der Universität Bremen am heutigen Samstag, dem 20.03.2021 am ersten Vis Pre-Moot, der in der westukrainischen Stadt Lwiw organisiert wurde.

Morgens um 10:30 Uhr in Lwiw bzw. 9:30 Uhr in Bremen begann der Pre-Moot für das Team der Universität Bremen international. Als erster Gegner trat die Universität Bremen gegen das polnische Team der Schlesische Universität Katowice (Uniwersytet Śląski w Katowicach) an. Anna Kremming und Paulina Skarke von der Universität Bremen schlüpften in der ersten Runde in die Rolle der Rechtsanwälte der Klägerin.

In der zweiten Runde traten Anna Kremming und Paulina Skarke von der Universität Bremen in einer rein deutschen Verhandlung gegen Antonia Vonnahme und Jakob Hoffmann von der Universität Leipzig an. Diesmal hatte das Team der Universität Bremen die Aufgabe, die Interessen der Beklagten zu vertreten.

Die einstündige Mittagspause nutzte das Team der Universität Bremen für eine interne Besprechung, um die weiteren Plädoyers vorzubereiten und zu perfektionieren. Um 16:00 Uhr in Lwiw (d.h. 15:00 Uhr MEZ) war es dann an Fiona Anton-Haase und Franca Braach als Rechtsanwälte der Beklagten, das Team der Universität Bremen gegen das slowenische Team der Universität Maribor (Univerza v Mariboru) würdig zu vertreten.

Zeitgleich sollte der Teamleiter des Teams der Universität Bremen, Tobias Pinkel, als Schiedsrichter in der Verhandlung Nationale Universität „Kiew-Mohyla-Akademie“ (Національний університет «Києво-Могилянська академія») v. Universität Rafael Landívar (Universidad Rafael Landivar de Ciudad de Guatemala) auftreten, nachdem er bereits am Vormittag die Verhandlung Universität Maribor v. Nationale Universität „Kiew-Mohyla-Akademie“ bewertet hatte. Allerdings trat dabei ein Problem auf: Die Universität Rafael Landívar aus Guatemala erschien einfach nicht und war auch für die Organisatoren des Lviv Vis Pre-Moots 2021 nicht zu erreichen. Um die Verhandlung und Wertung für die Nationale Universität „Kiew-Mohyla-Akademie“ dennoch zu ermöglichen, sprang außerhalb der Wertung kurzfristig das Vis East Moot-Team der Universität Bremen bestehend aus Lucia Toma und Janina Pecht ein. Die führte zu zwei Besonderheiten: Für Lucia Toma und Janina Pecht, deren Teilnahme am Vis East Moot bereits abgeschlossen war wurde der Pre-Moot zum Past-Moot. Außerdem saß im Schiedstribunal ein Mitglied des Coachs-Team der Universität Bremen, was normalerweise in Pre-Moots ausgeschlossen ist.

Auch in der anschließenden Runde um 18:00 Uhr in Lwiw (bzw. 17:00 Uhr in Bremen) beschwerte der Ausfall der zentralamerikanischen Universität Rafael Landívar den beiden Bremer Studentinnen Janina Pecht und Paulina Skarke eine weitere kurzfristige Übungsrunde gegen die Schlesische Universität Katowice. In der zweiten Runde gegen die polnische Universität schlüpften die Vertreterinnen des Bremer Vis Moot-Team in die Rolle der Rechtsanwälte für die Beklagten.

Von 20:00-22:00 Uhr endete der lange Pre-Moot-Tag mit insgesamt sechs Verhandlungsrunden für das Team der Universität Bremen mit einer Verhandlung gegen das gastgebende Team der Nationale Iwan-Franko-Universität Lwiw (Львівський університет), der ältesten ukrainischen Universität. Hierbei schlüpften Fiona Anton-Haase und Franca Braach ein letztes Mal für den heutigen Tag in die Rolle der Rechtsanwälte der Klägerin.

Das Vis (East) Moot-Team der Universität Bremen und MCAB e.V. bedankt sich ganz herzlich bei den Organisatoren des ersten Lviv Vis Pre-Moot für die Gelegenheit, an den spannenden Übungsrunden zur Vorbereitung des Vis Moots in Wien teilzunehmen.

Halbzeit bei der Hauptrunde des Vis East Moots in Hongkong

Die Hauptrunde des Vis East Moots läuft über vier Tage. In dieser Zeit muss jede teilnehmende Universität gegen vier andere Teams vor Schiedstribunalen antreten. Anders als im realen Leben entscheiden die Schiedsrichter jedoch am Ende der Verhandlungen nicht über den Fall, sondern geben jeder teilnehmenden Studentin/jedem teilnehmenden Student einen Punktewerte zwischen 50 und 100. Damit erhält jedes Team pro Anhörung in Summe zwischen 300 und 600 Punkten. Die Punktewertung aus den vier Anhörungen entscheiden zum einen darüber, welche Teams in die KO-Runden der letzten 32 Teams einziehen. Zum andern werden auf Basis der in der Hauptrunde vergebenen Punkten auch die Auszeichnungen („Honorable Mention“) der besten einzelnen vortragenden ermittelt. Die KO-Runden bleiben für diese Wertung unberücksichtigt.

Am heutigen Dienstag, dem 16.03.2021 ging der zweite von insgesamt vier Tagen der Hauptrunde zu Ende. Die erste Hälfte der Hauptrunde des Wettbewerbs, auf die sich die teilnehmenden Universitäten ein halbes Jahr intensiv vorbereitetet haben, ist damit bereits vorbei. Auch das Team der Universität Bremen, das ich Hongkong durch Janina Pecht und Maria Lucia Toma vertreten wird, hat mit der Verhandlung Monash University v University of Bremen um 14:00 Uhr in Hongkong bzw. 7:00 Uhr in Bremen die Halbzeit erreicht. Gegen die englischen Muttersprachler der australischen Monash University musste sich das Team der Universität Bremen nicht verstecken und hätte im Falle einer KO-Runde gute Chancen auf den Einzug in die nächste Runde gehabt. Von dem Schiedsrichter gab es im Anschluss an die Anhörung auch fast ausschließlich positives Feedback für die Vertreterinnen der Universität Bremen.

Neben dem Coaching des Bremer Teams, nahm der Teamleiter, Tobias Pinkel, in diesem Jahr zum dritten Mal auch als Schiedsrichter am Vis East Moot teil. Bereits gestern saß er dem Schiedstribunal bei der Anhörung Humboldt-Universität zu Berlin v Government Law College, Mumbai vor und war Mitglied des Tribunals im Verfahren Wuhan University v Jagiellonian University. Heute war er am Verfahren Symbiosis Law School, Hyderabad v Beijing Normal University beteiligt und saß den Verhandlungen zwischen K.L.E. Society’s Law College, Bengaluru und der Federal University of Minas Gerais vor.

Nun ist es Aufgabe des Bremer Vis (East) Moot-Team, auch die kommenden beiden Tage der Hauptrunde ebenso erfolgreich zu bestreiten. MCAB e.V. wünscht dem gesamten Team dafür viel Kraft und Erfolg.

Links zum Besuch der virtuellen Vis East Moot-Verhandlungen mit Beteiligung des Teams der Universität Bremen verfügbar

Am heutigen Sonntag, dem 14.03.2021 hat mit der Eröffnungszeremonie der Vis East Moot begonnen. Sie fand in diesem Jahr als online Livesendung um 12:00 Uhr Hong Kong Time (HKT) und damit um 5:00 Uhr MEZ statt. Doch nicht nur die Zeitumstellung, die mit einer Anreise nach Hongkong verbunden gewesen wäre, sondern auch das frühe Aufstehen blieb den europäischen Teilnehmerinnen des Vis East Moot in diesem Jahr erspart. Der virtuelle Charakter der Eröffnungsfeier ermöglichte nämlich neben der Liveübertragung auch den asynchronen Abruf des aufgezeichneten Videos.

Eröffnungszeremonie während des letzten physischen Vis East Moot am 31.3.2019

Ebenso gaben sich die Veranstalter große Mühe, die Zeiten der mündlichen Verhandlungen so zu legen, dass sie nicht allzu sehr von den üblichen Geschäftszeiten im Heimatland der Teams abweichen. Für das Team der Universität Bremen, beginnen zwei Anhörungen um 11:00 Uhr und zwei um 7:00 Uhr MEZ.

Wer als Gast eine der Verhandlungen mit Beteiligung des Teams der Universität Bremen verfolgen will, kann dies zu folgenden Uhrzeiten unter den angegebenen Links tuen.

Montag, 15. März 2021, 18:00 Uhr HKT, 11:00 Uhr MEZ: University of Bremen v Institute of Law, Nirma University (https://idrc-co-uk.zoom.us/j/83146846642)

Dienstag, 16. März 2021, 14:00 Uhr HKT, 7:00 Uhr MEZ: Monash University v University of Bremen (https://idrc-co-uk.zoom.us/j/89735499117)

Mittwoch, 17. März 2021, 18:00 Uhr HKT, 11:00 Uhr MEZ: North China University of Science and Technology v University of Bremen (https://idrc-co-uk.zoom.us/j/87445141841)

Donnerstag, 18. März 2021, 14:00 Uhr HKT, 7:00 Uhr MEZ: University of Bremen v University of International Business and Economics (https://idrc-co-uk.zoom.us/j/82080987137)

MCAB e.V. wünscht dem Team der Universität Bremen alles Gute für die erste Teilnahme beim Vis East Moot in Hongkong und wird während der mündlichen Verhandlungen ganz fest die Daumen drücken.

Letzte Übungsrunde vor Hongkong: Vis (East) Moot-Team der Universität Bremen tritt gegen Universidad Panamericana an

Der erste der beiden Zwillingswettbewerbe des Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moots – der Vis East Moot in Hongkong – ist zum Greifen nahe. In wenigen Stunden wird die virtuelle Eröffnungszeremonie in Hongkong stattfinden. Bereits am kommenden Montag, dem 15.03.2021 beginnen auch für das Team der Universität Bremen die ersten gewerteten mündlichen Verhandlungen im Wettbewerb, die über den Einzug in die KO-Runde der letzten 32 Teams entscheiden. Deshalb bestand am heutigen Samstag, dem 13.03.2021 für das Vis East Moot-Team der Universität Bremen die letzte Gelegenheit vor Wettbewerbsbeginn gegen ein anderes Team anzutreten. So machten sich die Studentinnen virtuell auf den Weg nach Mexico, um sich mit der Universität Panamericana (Universidad Panamericana, UP) zu messen.

Um 16:00 Uhr MEZ ging es los. Für das Team der Universität Panamericana aus Mexiko-Stadt fand die Begegnung direkt nach dem Frühstück um 9:00 Uhr statt. Die Universität Bremen wurde in der Freundschaftsbegegnung durch Lucia Toma und Janina Pecht vertreten, die auch in Hongkong für die Universität Bremen antreten werden. Sie schlüpften heute in die Rolle der Anwältinnen der Klägerin. Für die Beklagten traten Jesús Covarrubias und Andrea Coinata Lamas Bernal von der Universität Panamericana an.

Trotz der großen Entfernung und der Zeitverschiebung verlief die Übungsrunde ohne Schwierigkeiten. Beide Seiten trugen spannende Argumente zum diesjährigen Vis Moot-Fall vor. In der gut einstündigen Anhörung mit anschließendem Feedback durch die Schiedsrichter – zwei Coachs der Universität Panamericana und ein Coach der Universität Bremen – hat das Vis East Moot-Team der Universität Bremen einmal mehr unter Beweis gestellt, dass es für den Wettkampf in zwei Tagen bestens vorbereitet ist. Nach eine weiteren internen Übungsrunde steht morgen zur Vorbereitung eine aller letzte teaminterne Verhandlung an. Danach heißt es Daumendrücken für das Vis East Moot-Team. Die Vorbereitung im Team der Universität Bremen geht aber genauso intensiv weiter. Denn die Vorbereitung für die Teammitglieder, die beim Vis Moot in Wien antreten, geht jetzt in die alles entscheidende Endphase. Schon am Montag, wenn sich die Vertreter für Hongkong bereits im Wettbewerb befinden, dürfen die „Wiener“ zur nächsten Freundschaftsrunde gegen ein anderes Team antreten bevor in den nächsten Tagen auch noch drei weitere Pre-Moots und zahlreiche Freundschaftsrunden zu bestreiten sind.