Team der Universität Bremen erzielt erfreuliche Ergebnisse beim Vis East Moot

Mit der heutigen Bekanntgabe der Ergebnisse des Teams der Universität Bremen bei der Hauptrunde des Vis East Moot in Hongkong, ist das Vis Moot-Jahr 2021/22 nun für den Fachbereich Rechtswissenschaft endgültig beendet. Die Ergebnisse, die das Team der Universität Bremen erzielte, können sich durchaus sehen lassen. Ganz besonders erfreulich war natürlich der Erhalt einer Honorable Mention für den Klägerschriftsatz, der heute mit der virtuellen Überreichung der Urkunde nochmals offiziell bestätigt wurde.

Anlass zur Freude boten aber auch die individuellen Ergebnisse einzelner Teammitglieder. Mit Selin Ersoy und Janina Pecht gehörten die hälfte der Teammitglieder klar zu den besten 30 % der 450 Studentinnen und Studenten, die im Rahmen der Hauptrunde des Vis East Moot in die Rolle von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten schlüpften.

Da die Universität Bremen in diesem Jahr kein Team zum Vis Moot nach Wien entsendet hat, entfällt das Warten auf die Wiener Ergebnisse, die normalerweise das Ende des Vis Moot-Jahres kennzeichnen. In Wien war die Universität Bremen lediglich durch den Teamleiter des Vis Moot-Teams, Tobias Pinkel, vertreten, der dort als Schiedsrichter fungierte. In der Hauptrunde war er an den Verfahren MEF University v. University of San Diego, Florida International University v. Dalian Maritime University, University of Eastern Finland v. Royal University of Law and Economics sowie Universitas Sebelas Maret v. Universidade Salvador beteiligt. In den Finalrunden fungierte er als Schiedsrichter im Verfahren University of Buenos Aires v FGV Rio Law School.

Doch vor dem Vis Moot ist nach dem Vis Moot. Denn die Universität Bremen plant im nächsten akademischen Jahr am 30. Vis Moot in Wien teilzunehmen. Die Vorbereitungen für die Zusammenstellung eines Teams haben bereits begonnen. Am 15. Mai 2022 endet die Frist für die Einreichung der schriftlichen Bewerbungen. Weitere Informationen werden hier in kürze veröffentlicht. Gleichzeitig beginnt am morgigen Donnerstag, dem 21. April 2022 um 18:00 Uhr die Lehrveranstaltung „International Contract Law and Commercial Arbitration“, die als erster Schritt zur inhaltlichen Vorbereitung auf den Vis Moot für zukünftige Teammitglieder gestaltet ist.

Vis Moot-Team 2021/22 der Universität Bremen erhält Honorable Mention beim 19. Vis East Moot

Vis Moot-Team 2021/22 der Universität Bremen beim Pre-Moot in Dublin (c) Conor McCabe Photography

Das Vis Moot-Team der Universität Bremen hat bei seiner zweiten Teilnahme beim Vis East International Commercial Arbitration Moot (Vis East Moot) in Hongkong eine Honorable Mention erhalten. Die vier Studentinnen Janina Pecht, Hana Licina, Mia Elisabeth Thye und Selin Ersoy unter der akademischen Leitung des Dekans des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Universität Bremen, Herr Prof. Dr. Gralf-Peter Calliess, erhielten die Auszeichnung für ihren Klägerschriftsatz. Beim Wettbewerb in Hongkong werden die 28 Klägerschriftsätze, die im Rahmen eines Bewertungsverfahren von jeweils vier Schiedsrichtern die besten Bewertungen erhalten, mit einer Honorable Mention ausgezeichnet. Bei ca. 150 teilnehmenden Teams, die Teils von den bekanntesten Universitäten aus aller Welt stammen, ist es für die Studentinnen des Bremer Vis Moot-Teams eine große Ehre, einen der 28 besten Schriftsätze verfasst zu haben. Damit hat sich die wochenlange Arbeit am 35-seiten englischsprachigen Schriftsatz besonders ausgezahlt.

Die Auszeichnung war die ersten, die die Universität Bremen im Rahmen des Wettbewerbs in Hongkong erringen konnte. Zum ersten Mal erhielt die Universität Bremen beim Zwillingswettbewerb in Wien 2018/19 eine Honorable Mentionen, damals für den Beklagtenschriftsatz. Das Vis Moot-Team 2018/19 der Universität Bremen war das zweite Team, das unter der Leitung des noch immer hauptverantwortlichen Coachs, Tobias Pinkel, LL.M. beim Wettbewerb im Wien den Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen vertrat. So setzt sich die Tradition fort, bei der zweiten Wettbewerbsteilnahme zum ersten Mal eine Honorable Mention zu erhalten.

MCAB e.V. gratuliert dem Team und seinen Betreuern ganz herzlich zu dem großartigen und wohl verdienten Erfolg.

Hauptrunde des Vis East Moots beginnt

Eröffnungsfeier des letzten physischen Vis East Moot 2019 in Hongkong (c) Tobias Pinkel

Die letzten Meter auf dem Weg zum Höhepunkt des Vis Moots – den mündlichen Phasen der eigentlichen Wettbewerbe in Wien und Hongkong – waren für das Vis Moot-Team der Universität Bremen in diesem Jahr steinig. Zunächst musste das Team wegen Kontakten zu positiv auf Sars-CoV-2 Getesteten die physische Teilnahme am letzten Übungswettbewerb – dem Pre-Moot in Kairo -, wenige Stunden vor Beginn dann auch wegen Krankheitsfällen im Team die virtuelle Zuschaltung absagen. Die Universität Bremen war in Kairo entsprechend nur noch durch einen Schiedsrichter vertreten.

Hongkong während des letzten physischen Vis East Moot 2019 (c) Tobias Pinkel

Nachdem gestern die Eröffnungsfeier des Nineteenth Annual and Third Virtual Vis East International Commercial Arbitration Moot stattfand, beginnt heute die Hauptrunde des Wettbewerbs, bei dem jedes teilnehmende Teams gegen vier andere Universitäten antritt. Zuschauer sind zugelassen. Entsprechend können Interessierte das Bremer Team vom heimischen Wohnzimmer aus im Wettbewerb über ZOOM begleiten. Da jeder ZOOM-Link zu zwei virtuellen Verhandlungsrunden führt, ist es wichtig, den Namen bei ZOOM in „Guest, University of Bremen“ zu ändern. Nur so kann sichergestellt werden, dass man dem richtigen Raum zugeordnet wird. Die Universität Bremen tritt zu folgenden Verhandlungen an:

Montag, 28 März 2022, 16:00 Uhr Hongkonger Zeit (10:00 Uhr MESZ): University of Bremen v. Villa College
Unter Leitung der Schiedsrichter Rohit Bhattacharya, Stefan Schmierer und Giorgiana Tecuci
https://ebram-org.zoom.us/j/94782694546?pwd=eUVMSkk1dFkvajBSMTFTaVE1SlRSdz09

Dienstag, 29 März 2022 18:00 Uhr Hongkonger Zeit (12:00 Uhr MESZ): Symbiosis Law School, Pune v. University of Bremen
Unter Leitung der Schiedsrichter Hana Doumal, Simon So und Minli Tang
https://ebram-org.zoom.us/j/97516287279?pwd=cjZKUGxEdGp2N2IrZStmcWMyTXhSdz09

Mittwoch, 30 März 2022, 16:00 Uhr Hongkonger Zeit (10:00 Uhr MESZ): Beijing Normal University v. University of Bremen
Unter Leitung der Schiedsrichter Rishabh Chopra, Andrew Chin und Renee Shike
https://ebram-org.zoom.us/j/94575550058?pwd=OFNZcmNENmhjUnArWFprMWZzaWY1QT09

Donnerstag, 31 März 2022, 20:00 Uhr Hongkonger Zeit (14:00 Uhr MESZ): University of Bremen v. Unipê – University Center of João Pessoa
Unter Leitung der Schiedsrichter Aniel Pahladsingh, Emily Feigel und Karim Haidar
https://ebram-org.zoom.us/j/95406536432?pwd=cXk4TGtlcitRaVMrOW12eGZBaS9PQT09

Früher geht es schon als Schiedsrichter für Coach Tobias Pinkel los. Um 12:00 Uhr Hongkonger Zeit (6:00 Uhr MESZ) darf er als Schiedsrichter im Verfahren BINUS University v. Lloyd Law College fungieren.

Morgen beginnt AlexU-CRCICA Vis Pre-Moot III mit Beteiligung des Teams der Universität Bremen

Am morgigen Mittwoch, dem 23. März 2022 beginnt der 3. AlexU-CRCICA Vis Pre-Moot, der hybrid in Kairo organisiert wird. Wie schon andere Teams bei den letzten hybriden Pre-Moots z.B. in Dublin ist dieses Mal das Vis Moot-Team der Universität Bremen unmittelbar von Corona-Fällen betroffen. Entsprechend mussten die Bremer Studentinnen bereits die physische Teilnahme absagen und planen derzeit virtuell am gemeinschaftlich von der Schiedsorganisation Cairo Regional Centre for International Commercial Arbitration (CRCICA) und der Universität Alexandria angeboten Pre-Moot teilzunehmen. Immerhin befinden sich alle Studentinnen des Vis Moot-Teams der Universität Bremen derzeit zu Hause und müssen nicht aus der Quarantäne in London – wie das Vis Moot-Team der Humboldt Universität Berlin beim Dublin Pre-Moot – am Übungswettkampf teilnehmen.

Derzeit sind für das Vis Moot-Team der Universität Bremen vier Begegnungen in der Hauptrunde des Pre-Moots in Kairo geplant. Ob diese Planung jedoch auch umgesetzt werden kann, werden die Verläufe der Corona-Fälle im Team in den nächsten Stunden zeigen. Angesetzt sind folgende Begegnungen:

Mittwoch, 22. März 2022, 9:30 Uhr (Ortszeit Kairo), Al-Iraqia University vs. University of Bremen
Mittwoch, 22. März 2022, 11:30 Uhr (Ortszeit Kairo), University of Bremen vs. M. Narikbayev University
Mittwoch, 22. März 2022, 15:30 Uhr (Ortszeit Kairo), National University of Lesotho vs. University of Bremen
Mittwoch, 22. März 2022, 17:30 Uhr (Ortszeit Kairo), University of Bremen vs. Erasmus University

Am zweiten Wettbewerbstag stehen für das Team der Universität Bremen keine Begegnungen auf dem Programm.

MCAB e.V. wünscht den erkrankte Teammitgliedern gute Besserung und hofft, dass trotz der Einschränkungen eine Teilnahme des Bremer Vis Moot-Teams am Wettbewerb möglich sein wird. Für die baldige Genesung und die erfolgreiche Teilnahme am Pre-Moot drückt MCAB e.V. ganz fest die Daumen.

Von Seiten der Universität Bremen wird Tobias Pinkel als Schiedsrichter am Pre-Moot an beiden Wettbewerbstagen (d.h. am Mittwoch, dem 23. März 2022 und Donnerstag, dem 24. März 2022) mitwirken. Für ihn stehen die Begegnungen Ivan Franko National University of Lviv vs Tashkent State University of Law, Faculty of Law University of Tuzla vs Universitas Gadjah Mada, Federal University of Rio de Janeiro (UFRJ) vs Makerere University, Christian-Albrechts-University of Kiel vs University of Pittsburgh und University of Geneva vs National University of Lesotho auf dem Programm. Besonders beeindruckend ist dabei, dass das Nordukrainische Team aus Lemberg trotz der völkerrechtswidrigen Attacken Russlands sogar in unmittelbarer Nähe ihrer Universitätsstadt weiterhin am Wettbewerb teilnimmt. Diesem Team gleich in der erste Runde des Pre-Moots als Schiedsrichter zu begegnen, ist für Tobias Pinkel eine besondere Ehre.


Vis Moot-Team der Universität Bremen startet erfolgreich in den 3rd Dublin Pre-Moot

Am heutigen Samstag, dem 12. März 2022 begannen die Verhandlungsrunden des 3rd Dublin Pre-Moot, der in diesem Jahr erstmals hybrid ausgetragen wurde. Heute hatte das Vis Moot-Team der Universität Bremen bereits die Gelegenheit, in drei Verhandlungsrunden vor internationalen Schiedstribunalen aufzutreten und so weitere wichtige Erfahrungen für den Wettbewerb zu in Hongkong zu sammeln. Gleichzeitig zeigten sich die Herausforderungen bei persönlichen Treffen während die Coronapademie noch immer herrscht und gab es Gelegenheiten, weitere Bekannte aus vorpamdemischen Zeiten wieder zu treffen.

Mit den Worten „to catch up and to re-establish our long- lasting and successful business relationship in my new function“ endet der erste Satz einer E-Mail, den die Chefeinkäuferin der Beklagten im diesjährigen fiktiven Vis Moot-Fall an die Klägerin sendet. Viel haben die studentischen Rechtsanwälte in diese Worte hineingelesen. Hat hiermit gar die Beklagte angeboten, eine Übung die zwischen der Klägerin und dem ehemaligen Arbeitgeber der Chefeinkäuferin der Beklagten etabliert wurde, rechtsverbindlich ein das Angebot einzubeziehen? Vielleicht aber sind in den Ausführungen auch nur ein Austausch von Höflichkeiten zu sehen. Denn nach zwei Jahren Coronapause, könnten viele Gespräche zwischen langjährigen Mitglieder der Vis Moot-Familie ähnlich aussehen.

Als am gestrigen Abend ein Treffen der physisch teilnehmenden Teams um 18:30 Uhr im Pub “Old Storehose“ begann waren Vertreter des Bremer Teams nach der Organisatorin des 3rd Dublin Pre-Moot, Megan Fanning, die ersten den für die Mooties reservierten Bereich im Keller der Bar bei Livemusik betraten. Schon hier kam es zu einem Wiedersehen: Denn als die heutige Organisatorin des Dublin Pre-Moot am 26. Vis Moot in Wien als Studentin teilnahm, war der Teamleiter des Teams der Universität Bremen, Tobias Pinkel, als Schiedsrichter am 14. April 2019 um 12:30 Uhr im Verfahren University of Craiova vs University College Dublin in der Räumlichkeiten der Anwaltskanzlei von Baker McKenzie in Wien beteiligt. Nunmehr begegnet er Megan Fanning erstmalig in seiner “neuen Funktion“ als Schiedsrichter beim Dublin Pre-Moot und Coach eines an diesem Pre-Moot teilnehmendem Team.

Neben der Möglichkeiten in neuer Funktion an alte Kontakte anzuknüpfen gab es im Irish Pub natürlich auch hinreichend Gelegenheiten neue Kontakte zu anderen Teams, Coaches und Schiedsrichtern zu knüpfen. So dauerte es auch bis nach 2:00 Uhr am nächsten morgen und damit nur weniger als 7 Stunden vor Eröffnung der ersten Verhandlungsrunde bis die letzten Schiedsrichter und Coachs am Pre-Moot-Vorabend den Pup verließen und sich mit einem Abstecher bei einem Schnellimbis in der Nähe auf den Weg in ihre Hotels machten.

Dennoch ausgeschlafener als oftmals bei den Verhandlungen in Wien waren alle Schiedsrichter – genau wie auch die teilnehmenden Studentinnen und Studenten – am nächsten Morgen im Dublin Dispute Resolution Centre, um mit den Verhandlungsrunden am ersten Tag des Pre-Moots zu beginnen.

Doch schon vor Beginn gab es zahlreiche Herausforderungen zu lösen. War ursprünglich geplant, dass 10 Team physisch teilnahmen und diese nur gegeneinander antreten, während die virtuell antretenden Teams unter sich bleiben sollten, musste diese Gedanke schnell aufgegeben werden. Denn einige Teams mussten wegen Covid-Fällen in den eigenen Reihen ihre Teilnahme in Dublin in letzter Minute absagen und konnten sich nur aus der Quarantäne virtuell zuschalten.

Von diesen Änderungen waren sowohl die Studentinnen der Universität Bremen als auch der Teamleiter bei seinen Verhandlungen als Schiedsrichter betroffen.

Begegnungen beim 3rd Dublin Pre-Moot bekanntgegeben

Gemäßen an den Pre-Moots hat das Vis Moot-Team der Universität Bremen gerade die Hälfte der Vorbereitung auf den virtuellen Vis East Moot in Hongkong abgeschlossen. Mit dem 8th Lazareff Le Bars Vis Pre-Moot 2022 ging es Anfang Februar physisch in Dubai los. Es folgten mit dem Asia Pacific Vis Pre Moot und dem Sixteenth Annual Fordham Pre-Moot zwei virtuelle Übungswettbewerbe. Drei Pre-Moots liegen noch von den Studentinnen aus Bremen.

Sonnenaufgang auf dem Weg nach Dublin (c) Tobias Pinkel

Mit dem morgen beginnenden 3rd Dublin Pre-Moot nimmt das Vis Moot-Team der Universität Bremen erstmals für dieses Vis Moot-Jahr an einem hybrid organisierten Pre-Moot teil. Allerdings treten in der Hauptrunde nur physisch anwesende Teams gegeneinander an und bleiben die virtuell zugeschalteten Teams unter sich. Erst in den Finalrunden kann es abhängig von der Bewertung der Teams zu wirklich hybriden Begegnungen zwischen in Dublin anwesenden und online zugeschalteten Teams kommen.

Brücke zur Synod Hall, St Michael’s Hill, Dublin – August 2017 (c) Tobias Pinkel

Zwar wird der Übungswettbewerb, zu dem das Vis Moot-Team der Universität Bremen physisch angereist ist, in der irischen Hauptstadt am morgigen Freitag, dem 11. März 2022 abends eröffnet. Am ersten Abend findet aber nur ein soziales Rahmenprogramm statt. Die Verhandlungen beginnen sodann am Samstag, dem 12. März 2022 um 9:00 Uhr Ortszeit (10:00 Uhr MEZ). Für das Team der Universität Bremen stehen vier spannende Verhandlungen auf dem Programm.

Die Verhandlungen finden im Dublin Disput Resolution Centre statt. Besucher sind zwar zugelassen, da aber kein Online-Übertragung vorgesehen ist, werden wohl neben dem Team und den beiden mitreisenden Coachs wenige Bremer Gäste bei den Verhandlungen anwesend sein. Im Einzelnen treten die Studentinnen aus Bremen bei Folgenden Begegnung an:

Samstag, 12. März 2022, 9:00-11:00 Uhr GMT (10:00-12:00 Uhr MEZ), Raum 4
Universität Bremen v. National University of Ireland, Galway

Samstag, 12. März 2022, 11:30-13:30 Uhr GMT (12:30-14:40 Uhr MEZ), Raum 6
Universität Bremen v. University of Verona

Samstag, 12. März 2022, 14:30-16:30 Uhr GMT (15:30-17:30 Uhr MEZ), Raum 8
Universität Bremen v. HEC Paris

Sonntag, 13. März 2022, 9:00-11:00 Uhr GMT (10:00-12:00 Uhr MEZ), Raum9
Humboldt Universität Berlin v. Universität Bremen MCAB e.V. wünscht dem gesamten Team viel Spaß und Erfolg in Dublin und bei der Vorbereitung auf die darauffolgenden Übungswettbewerbe virtuell in Malaysia und physisch in Ägypten.

Vis Moot-Team der Universität Bremen besucht virtuell Großkanzlei Noerr LLP

Schon im dritten Jahr in Folge unterstützt das Hamburger Büro von Noerr LLP, eine der führenden Wirtschaftskanzleien in Europa, das Vis Moot-Team der Universität Bremen. Dazu gehört neben einer großzügigen Spende an MCAB e.V., die dem Bremer Team ermöglicht, die Kosten für die Teilnahme an Pre-Moots und den eigentlichen Wettbewerben zu finanzieren, auch eine Einladung in die Kanzlei, um vor Anwälten von Noerr gegen das Team einer anderen Universität anzutreten.

Wie in den letzten Jahren organisierte RA Dr. Oliver Islam die Veranstaltung, an der neben dem Team der Universität Bremen auch die Teams der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover und Universität Hamburg teilnahmen. Wegen der weiterhin bestehenden pandemischen Beschränkungen entschied sich die Kanzlei, am heutigen Dienstag, dem 08. März 2022 wie bereits letztes Jahr virtuell per Microsoft Teams nach Hamburg einzuladen.

Übungsverhandlung bei Noerr gegen die Universität Hannover (c) Tobias Pinkel

Um 17:00 Uhr ging es mit der Verhandlung Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Vertreter der Klägerin) gegen Universität Bremen (Vertreter der Beklagten) los. Für die Universität Bremen schlüpften Hana Licina und Selin Ersoy in die Rolle der Prozessvertreterinnen der Beklagten. Den Vorsitz des Schiedsgerichts übernahm RA Dr. Oliver Islam, der von zwei Kollegen aus der Hamburger Practice Group Schiedsverfahren von Noerr LLP als beisitzende Schiedsrichter unterstützt wurde. Dadurch konnten die Studentinnen und Studenten der beiden Universitäten von praxisnahen Fragen und Feedback profitieren.

Direkt im Anschluss ging es mit der Verhandlung Gottfried Wilhelm Leibniz Hannover gegen Universität Hamburg weiter. RA Dr. Oliver Islam fungierte in dieser Anhörung zusammen mit einer Kollegin als besitzender Schiedsrichter und überließ den Vorsitz des Tribunals dem Teamleiter und Coach der Universität Bremen, Tobias Pinkel.

Die drei norddeutschen Teams erwiesen sich einmal mehr als starke Vertreter ihrer Universitäten im Vis Moot-Wettbewerb. Beeindruckend war auch zu sehen, dass das Team der Universität Bremen im Vergleich zu den beiden anderen norddeutschen Teams aus Hannover und Hamburg, die seit vielen Jahren sehr erfolgreich am Wettbewerb in Wien und Hongkong teilnehmen, immer weiter aufschließen kann.

Das Vis Moot-Team der Universität Bremen und MCAB e.V. bedanken sich bei RA Dr. Oliver Islam und dem gesamten Team von Noerr Hamburg für einen spannenden Abend und eine weitere Gelegenheit sich mit praxisnahem Feedback auf den bevorstehenden Wettbewerb vorzubereiten und hoffen, auch in den nächsten Jahren mit Noerr LLP zusammenarbeiten zu dürfen.

Vis Moot-Team der Universität Bremen unter den besten 20 % beim ersten Asia Pacific Pre Vis Moot

Wenige Stunden nachdem das Vis Moot-Team die Ergebnisse vom Fordham 2022 Vis Pre-Moot aus New York erhielt, erreichte das Team am heutigen Dienstag, dem 01. März 2022 auch großartige Nachrichten von den Organisatoren des eine Woche zuvor vom 09.-12. Februar virtuell in Indien ausgetragenen ersten Asia Pacific Pre Vis Moot. Die Bewertung basierte auf vier Verhandlungsrunden in einer Hauptrunde, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils auf der Skala von 50 bis 100 Punkte durch drei Schiedsrichter bewertet wurden. Der Modus entsprach also genau dem Wettbewerbsmodus in Hongkong oder Wien.

Dabei erreichte das Vis Moot-Team der Universität Bremen den 17 Platz der 88 Teams, die letztlich im Rahmen des Pre-Moots in vier Verhandlungsrunden gegeneinander antraten. Damit gehörte das Team zu den besten 20 % der am ersten Asia Pacific Vis Pre Moot teilnehmenden Teams. Dieses Ergebnis ist ein großartiger Erfolg. Dies gilt umso mehr, wenn man berücksichtigt, dass es in Hongkong ausreichend sein wird, zu den besten 24 % der an diesem Wettbewerb teilnehmen Teams zu gehören, um in die Finalrunden der besten 32 Teams beim Vis East Moot einzuziehen.

Allerdings hatte das Vis Moot-Team der Universität Bremen auch einen Vorteil gegenüber einigen anderen Teams. Während für ca. die Hälfte der am Asia Pacific Vis Pre Moot teilnehmen Teams dieser Übungswettbewerb der erste Pre-Moot war, an denen das Team im Vis Moot-Jahr 2021/22 teilnahm, konnten die Bremer Studentinnen bereits einige Tage zuvor beim 8th Lazareff Le Bars Vis Pre-Moot in Dubai wichtige Erfahrungen sammeln. Um weiterhin so erfolgreich zu bleiben ist es für das Team der Universität Bremen wichtig, den relativen Vorbereitungsvorsprung aufrecht zu erhalten und sich auf die weiteren Kanzleiverhandlungen und Pre-Moots ebenso zu konzentrieren, wie auf die teaminterne Diskussion der einzelnen Argumente.

Einen besonderen Erfolg errang Janina Pecht. Sie landete mit einer Durchschnittsbewertung von 85,33 Punkten (von möglichen 100 Punkten) auf Platz 22 der 366 Studentinnen und Studenten, die bei Verhandlungen in der Hauptrunde des ersten Asia Pacific Pre Vis Moot antraten. Ihr Plädoyer gehörte damit zu den besten 6 %.

MCAB e.V. gratuliert dem gesamten Bremer Vis Moot-Team und ganz besonders Janina Pecht zu diesem großartigen Ergebnis.

Vis Moot-Team der Universität Bremen erhält sehr gute Bewertungen beim Fordham 2022 Vis Pre-Moot

Mit New Yorker Effizienz haben die Organisatoren des Fordham 2022 Vis Pre-Moots bereits wenige Tage nach seinem Ende am heutigen Dienstag, dem 01. März 2022 die Bewertungen der Verhandlungsrunden durch die Schiedsrichter an das Bremer Vis Moot-Team übermittelt. Dabei wird beim Fordham Pre-Moot noch das Bewertungssystem der 50-Punkte-Skala verwendet, das beim Vis Moot in Wien und beim Vis East Moot in Hongkong bereits von mehr als fünf Jahren durch eine Bewertung von 50 bis 100 Punkte ersetzt wurde. Da es keinen klaren Umrechnungsstandard gibt, sind die Bewertungen entsprechend nur teilweise vergleichbar.

Ein wichtiger Vergleichsmaßstab sind deshalb die Durchschnittsergebnisse beim Fordham Vis Pre-Moot in den vergangen Jahren. Die Ergebnisse der letzten Jahre waren auch der zentrale Bewertungshinweis, der den Schiedsrichtern beim ausfüllen der Google-Formulare zur Übermittlung der Bewertungsentscheidung an die Veranstalter angezeigt wurde. Demnach lagen die durchschnittlichen Bewertungen der einzelnen Vorträge zuletzt zwischen 40 und 41 Punkten.

Umso erfreulicher ist es, dass keine der teilnehmenden Bremer Studentinnen auch nur von einem einzelnen Schiedsrichter mit unter 40 Punkt bewertet wurde. Entsprechend sah keiner der Schiedsrichter die Leistung eines Bremer Teammitglied als unterdurchschnittlich an. Einzelne Vorträge wurden sogar mit 46 Punkten bewertet, einem Ergebnis, das zu Zeiten der Verwendung der 50-Punkte-Notenskala in Wien für den Einzug in die Finalrunden ausgereicht hätte.

Die Ergebnisse aus New York sind eine klare Ermutigung für das Bremer Team. Mit weiterer Anstrengung scheint also erstmals auch ein Einzug in die KO-Runden in Hongkong in greifbare Nähe gerückt zu sein.

MCAB e.V. gratuliert dem Bremer Vis Moot-Team zu den erzielten Ergebnissen beim Fordham Pre-Moot und wünscht den Studentinnen weiterhin viel Spaß und Erfolg auf dem weiteren virtuellen Weg über (die Pre-Moots und Kanzleirunden in) Hamburg, Dublin, Kuala Lumpur und Kairo nach Hongkong.

MCAB e.V. verurteilt den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der russischen Regierung und unterstützt die Erklärungen der Vis Moot- und Vis Est Moot-Direktoren

Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der russischen Regierung und ihrer Vasallen betrifft jeden Einzelnen in der freien Welt. Die zunehmenden Drohungen aus dem Kreml und der immer brutaler auch gegen die Zivilbevölkerung geführte Krieg, kann nicht ohne Konsequenzen bleiben. Dies gilt auch für internationale Studentenwettbewerbe, insbesondere, wenn Teams aus der Ukraine und aus Russland daran teilnehmen. Derzeit unterstütz MCAB e.V. das Vis East Moot-Team der Universität Bremen bei der Teilnahme am Wettbewerb und Pre-Moots bei denen es sowohl auf ukrainische als auch auf russische Teams treffen kann. Eine für morgen geplante virtuelle Freundschaftsbegegnung mit dem Team aus Kiew musste kriegsbeding abgesagt werden. Auch die Direktoren des Vis Moots in Wien haben am 27. Februar eine Stellungnahme zu den Folgen des russischen Überfalls auf die Ukraine für den Vis Moot an die teilnehmenden Teams versendet, denen sich die Vis East Moot-Direktoren am heutigen Dienstag, dem 01. März 2022 angeschlossen haben. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand vom MCAB e.V. auf seiner heutigen Sitzung folge Stellungnahme beschlossen.

„MCAB e.V. ist seit seiner Gründung nicht nur satzungsgemäß neben der Förderung der Wissenschaft und der Studentenhilfe auch der ‚Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens‘ verpflichtet. Es war immer auch eine unserer Herzensangelegenheiten, es den Studentinnen und Studenten der Universität Bremen zu ermöglich, in persönlichen Austausch mit Studenten aus anderen Kulturen zu kommen und so das Verständnis zwischen Kulturen zu vergrößern. So ist MCAB e.V. auch stolz darauf, einen Beitrag dazu geleistet zu haben, dass Bremer Vis Moot-Teams an Vorbereitungsrunden in Moskau teilnehmen konnten oder das letztjährige Vis Moot-Team der Universität Bremen mit Unterstützung von MCAB e.V. den dritten Platz beim ersten Vis Pre-Moot in Lemberg in der Ukraine erreichte. Auch unser Vorstandsvorsitzender hat zahlreiche Schiedsverhandlungen mit russischen und ukrainischen Teams geleitet. So sind über die Jahre unzählige persönliche Verbindungen entstanden.

Umso entsetzter sind wir, dass nunmehr Mitten in Europa Menschen im Krieg durch europäische Armeen sterben und auch die Leben unserer ukrainischen Freunde aus der Vis Moot-Familie unmittelbar bedroht ist. Unsere Gedanken sind bei den ukrainischen Vis Moot-Teams, Schiedsrichtern, deren Familien und den Ukrainerinnen und Ukrainern im Allgemeinen, die auch jetzt wieder in Bunkern die Nacht überstehen müssen und um ihr Leben fürchten.

Vor diesem Hintergrund unterstützen wir die Stellungnahme der Vis Moot- und Vis East Moot-Direktoren und möchten aus der heutigen E-Mail von Louise Barrington (Direktor Vis East Moot) und Sherlin Tung (Deputy Director Vis East Moot) zitieren:

‚We recognise that the Ukrainian participants in the Vienna Vis Moot are labouring under terrible circumstances. We stand together in support of them and of all the Ukrainian people. We endorse the response of the international community, as all free nations react with unprecedented solidarity to show Russia’s leaders that they cannot act with impunity. 

However, this disaster was not created by Russia’s Vis Moot and Vis East participants.  As of the writing of this letter, over 3000 Russian citizens have been arrested for protesting their government’s actions.  Two thousand Russian lawyers have signed a letter condemning the aggressions being perpetrated by their government. While condemning the belligerence of the Russian leadership, we must also remain true to our own fundamental principles of peaceful dispute resolution and the rule of law. We will not judge the sons and the daughters without a hearing, for the crimes of their parents – crimes that they themselves may be protesting, and at no small personal risk.  

We will not slam the door and abandon Russian students to the totalitarian propaganda of their leaders. Instead, they will be welcome to experience for themselves the open minds and commitment to justice which characterize international scholarship in the free world.  We urge all Vis Moot coaches and arbitrators to reflect on our common goal of peaceful dispute resolution under the rule of law – and to persevere in working toward it.‘

Auch unterstützen wir die heutige Entscheidung der Universität Bremen, alle Kooperationen mit staatlichen russischen Einrichtungen und Einrichtungen mit enger Verbindung zum russischen Staat auf Eis zu legen, gleichzeitig aber den persönlichen Kontakt zu russischen Kolleginnen und Kollegen, die oftmals mit nicht geringem persönlichen Risiko gegen den verbrecherischen Angriffskriegs Russlands protestieren, aufrechtzuerhalten.

Für MCAB e.V. bedeutet dies konkret:

  1. Wo immer möglich, werden wir Vis Moot-Teams aus der Ukraine unterstützen.
  2. Wir werden keine Teilnahmen des Bremer Vis Moot-Teams an Veranstaltungen unterstützen, die von Organisationen ausgerichtet werden, die in Verbindung mit dem russischen Staat stehen.
  3. Im Geiste der Verständigung zwischen den europäischen Völkern, bleiben wir sowohl in Verbindung mit den ukrainischen als auch mit den russischen Angehörigen der Vis Moot-Familie und werden weiterhin allen Vis Moot-Teams mit Respekt und im Lichte unserer Verpflichtung als Moot Court-Vereinigung gegenüber dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit und der friedlichen Konfliktbeilegung gegenübertreten.
  4. Wir verurteilen das völkerrechtswidrige und inakzeptable Handeln der russischen Regierung, sind aber auch gegenüber russischen Teams, die keine Schuld am Handeln ihrer Regierung tragen, weiterhin dem Prinzip von Fair-Play verpflichtet.

Bremen, den 01. März 2022
Der Vorstand von MCAB e.V.

Franca Braach (stellvertretende Vorsitzende), Teresa Offenhäuser (Schatzmeisterin) und Tobias Pinkel (Vorsitzender)“