Die Universität Bremen nimmt in diesem Jahr zum zweiten Mal am PAX Moot 2026 („Vladimir Koutikov Round“) teil und hat sich erneut für die mündliche Phase des Wettbewerbs qualifiziert. Der PAX Moot ist ein Studentenwettbewerb in Form einer simulierten Gerichtsverhandlung, bei dem Universitäten aus ganz Europa gegeneinander antreten. Verhandelt werden Streitigkeiten aus dem Bereich des Internationalen Privat- sowie Zivilprozessrechts.
PAX Moot-Team der Universität Bremen 2026
Der Wettbewerb besteht aus zwei Phasen. In einer ersten Phase müssen studentische Teams aus i.d.R. vier Studierenden Schriftsätze zu einem fiktiven Sachverhalt verfassen. Die Teams, die die besten Schriftsätze eingereicht haben, werden zu mündlichen Verhandsrunden eingeladen. Die mündlichen Verhandlungen werden jedes Jahr in einer anderen europäischen Stadt ausgetragen. Nachdem letztes Jahr bereits ein Team unter der Leitung von Dr. Nicholas Mouttotos zum Wettbewerb nach Maastricht eingeladen wurde, dürfen die Studentinnen aus Bremen in diesem Jahr ihr Können in Sofia unter Beweis stellen. Unter der neuerlichen Leitung von Dr. Nicholas Mouttotos werden die Studentinnen Claribel Mamani Torrez, Marie Theresa Schmid, Judith Zellmer und Mähriban Aydogdyyeva den Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen in diesem Jahr vertreten.
Die mündlichen Gerichtsverhandlungen im Rahmen des diesjährigen Wettbwerbs finden vom 15.-17. April statt. MCAB e.V. gratuliert den Studentinnen und ihrem Coach zum erreichen der mündlichen Verhandlungsrunde, wünscht bei der weiteren Vorbereitung viel Spaß und beim Wettbewerb viel Erfolg. Im Coaching-Team untersützen neben Dr. Nicholas Mouttotos auch der Vorstandsvorsitzende von MCAB e.V., Tobias Pinkel, LL.M., und Tamar Gelashvili, LL.M. die Studentinnen der Universität Bremen.
PAX Moot-Team der Universität Bremen bei der Vorbereitung ihres Plädoyers in Maastricht (c) Tobias Pinkel
Für die Universität Bremen ging der PAX Moot am 9. April 2025 um 11:00 Uhr als Anwältinnen der Klägerin gegen das Team aus Barcelona los. Um 17:00 Uhr kam es dann für die Bremer Studentinnen zu einem YUFE-Duell. An der YUFE-Partneruniversität Maastricht ging es in der Rolle der Prozessvertretung der Beklagten gegen das Team der YUFE-Partneruniversität Antwerpen.
Teams und Richter nach der zweiten Verhandlungsrunde beim PAX Mott 2025 (c) Tobias Pinkel
Nach den beiden Verhandlungsrunden wurde beim Abendessen und im Anschluss im Hotel gemeinsame mit den beiden Coachs Dr. Nicholas Mouttotos und Tobias Pinkel, LL.M. weiter über die besten Argumente und Verfeinerung des Vortragsstiel diskutiert. So konnte das Team trotz der umfangreichen Vorbereitung auch während des Wettbewerbs weitere Fortschritte erzielen und mehr über Europäisches Internationals Privat- und Zivilverfahrensrecht aber auch über das Auftreten vor Gericht lernen. Nach einer kurzen Nacht vertrat bereits um 9:00 Uhr das Team der Universität Bremen erneut die Klägerin in einer Verhandlungsrunde gegen das Team aus Singerpur.
Die Teams aus Bremen und Singerpur sowie die Richter nach der Verhandlung (c) Tobias Pinkel
In der letzten Runde ging es als Anwältinnen der Beklagten um 15:00 Uhr gegen das Team der Vorjahresgewinner des PAX Moots aus Ljubljana. Auch hier zeigte das Team der Universität Bremen eine starke Leistung.
Teams der Universität Ljubljana und Bremen mit den Richtern nach der Verhandlung (c) Tobias Pinkel
Von den ca. 40 teilnehmenden Teams beim PAX Moot zogen in diesem Jahr jedoch nur die 4 Teams mit den meisten Punkten aus dem Vorrunden in die Finalrunden ein. Die Ergebnisse wurden bei einem Empfang gegen 20:00 Uhr verkündet. Gespannt erwarteten die Teammitglieder und Coaches auf die Ergebnisse. Trotz einer starken Leistung reichten es für das Team der Universität Bremen bei der ersten Teilnahme am Wettbewerb nicht für den Einzug ins Halbfinale.
Um von den Besten zu lernen, nahm die Studentinnen aus Bremen als Zuschauerinnen an der Finalrunde teil. MCAB e.V. gratuliert den Teilnehmerinnen und den Coachs der Universität Bremen für die erfolgreich erste Teilnahme am PAX Moot und hofft, dass die Universität Bremen auch in Zukunft bei Wettbewerb vertreten sein wird.
Am heutigen Mittwoch, dem 9. April 2025 beginnt der PAX Moot 2025 in Maastricht. In diesem Jahr nimmt erstmalig ein Team der Universität Bremen unter der Leitung von Coach Dr. Nicholas Mouttotos am Studentenwettbewerb teil, der als simulierte Gerichtsverhandlung mit Schwerpunkt Internationales Zivilverfahrensrecht und Internationales Privatrecht durchgeführt wird. Das Team besteht aus den Studentinnen Benevolence Mbano, Dicle Reyhan Alin, Rumbie Moyo und Sayyidah Fatimah Tuz Zahrah. Es wird von Seiten des MCAB e.V. durch den Vorstandsvorsitzenden Tobias Pinkel, LL.M. unterstützt.
PAX Moot-Team der Universität Bremen 2025 (c) Tobias Pinkel
Der PAX Moot, der seit 2012 jährlich in verschiedenen Städten in Europa stattfindet, führt in diesem Jahr den Untertitel „Ulrich Huber Round“. Im verhandelten Fall geht es um ca. 2.000 digitale Nomaden, die für ein soziales Netzwerk mit Sitz in Irland als Content-Moderatoren tätig sind. Die Gesellschaft hat Tochtergesellschaften im VK und in Frankreich, wobei die digitalen Nomaden ihre Verträge ausschließlich mit der französischen Tochter geschlossen haben. Auch wenn sie räumlich ungebunden sind, haben alle Moderatoren zumindest für eine gewisse Zeit in den Niederlanden gearbeitet. Wegen hoher Arbeitsbelastung und belastender zu moderierender Inhalte – u.a. mit Gewaltdarstellungen oder zu Kindesmissbrauch – sieht ein niederländischer Arbeitnehmerverband die Gesundheit der digitalen Nomaden gefährdet und leitet vor einem Gericht in Maastricht ein Verfahren im Wege des kollektiven Rechtsschutzes ein. Beklagte sind die Muttergesellschaft in Irland sowie die beiden Tochtergesellschaften aus dem VK und aus Frankreich. In der Anhörung im Rahmen des Wettbewerbs ist nun zu verhandeln, ob nach den Regelungen der Brüssels Ia-VO das Gericht in Maastricht gegenüber allen drei Beklagten international zuständig ist. Zudem ist die Frage zu klären, welches materielles Recht nach den Vorschriften der Rom-Verordnungen Anwendung findet. Letztlich wurde für die im VK angestellten Content-Moderatoren bereits ein gerichtlicher Vergleich über die Arbeitsbedingungen vor dem High Court erzielt. Die in die Rolle von Anwälten geschlüpften Studentinnen und Studenten haben zudem die Frage zu klären, welche Auswirkungen dieser Vergleich auf das vorliegende Verfahren nach den Regelungen des Haager Übereinkommens über Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Urteile in Zivil- und Handelssachen (HAVÜ) hat. Die materiellrechtlichen Fragen finden in der Anhörung jedoch noch keine Berücksichtigung.
PAX Moot-Team der Universität Bremen 2025 (c) Tobias Pinkel
Das Team der Universität Bremen wird in den nächsten beiden Tagen im Rahmen der Hauptrunde des Wettbewerbs insgesamt vier Mal auftreten, zwei Mal als Rechtsbeistand der Klägerin und zwei Mal als Vertretung der Beklagten. Die vier Studentinnen gehen gut vorbereitet in die mündlichen Verhandlungen, die heute um 11:00 Uhr beginnen werden. Sie haben nicht nur Schriftsätze für beide Partien verfasst, sondern bereits in zahllösen internen Verhandlungsrunden unter der Leitung der Coachs Nicholas Mouttotos und Tobias Pinkel ihre Argument ausgetestet und die Beantwortung von Fragen durch die Richter geübt. Zudem hatten sie die Chance, einmal vor den Professoren Prof. Dr. Christoph U. Schmid, PhD und Prof. Dr. Gralf-Peter Calliess des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Universität Bremen eine interne Probeverhandlung durchzuführen und über ZOOM gegen das Team der Jagiellonian University anzutreten.
MCAB e.V. wünscht dem Team der Universität Bremen viel Erfolg und jedem Menge Spaß für den PAX Moot in Maastricht.