Vis Moot-Team der Universität Bremen erhält sehr gute Bewertungen beim Fordham 2022 Vis Pre-Moot

Mit New Yorker Effizienz haben die Organisatoren des Fordham 2022 Vis Pre-Moots bereits wenige Tage nach seinem Ende am heutigen Dienstag, dem 01. März 2022 die Bewertungen der Verhandlungsrunden durch die Schiedsrichter an das Bremer Vis Moot-Team übermittelt. Dabei wird beim Fordham Pre-Moot noch das Bewertungssystem der 50-Punkte-Skala verwendet, das beim Vis Moot in Wien und beim Vis East Moot in Hongkong bereits von mehr als fünf Jahren durch eine Bewertung von 50 bis 100 Punkte ersetzt wurde. Da es keinen klaren Umrechnungsstandard gibt, sind die Bewertungen entsprechend nur teilweise vergleichbar.

Ein wichtiger Vergleichsmaßstab sind deshalb die Durchschnittsergebnisse beim Fordham Vis Pre-Moot in den vergangen Jahren. Die Ergebnisse der letzten Jahre waren auch der zentrale Bewertungshinweis, der den Schiedsrichtern beim ausfüllen der Google-Formulare zur Übermittlung der Bewertungsentscheidung an die Veranstalter angezeigt wurde. Demnach lagen die durchschnittlichen Bewertungen der einzelnen Vorträge zuletzt zwischen 40 und 41 Punkten.

Umso erfreulicher ist es, dass keine der teilnehmenden Bremer Studentinnen auch nur von einem einzelnen Schiedsrichter mit unter 40 Punkt bewertet wurde. Entsprechend sah keiner der Schiedsrichter die Leistung eines Bremer Teammitglied als unterdurchschnittlich an. Einzelne Vorträge wurden sogar mit 46 Punkten bewertet, einem Ergebnis, das zu Zeiten der Verwendung der 50-Punkte-Notenskala in Wien für den Einzug in die Finalrunden ausgereicht hätte.

Die Ergebnisse aus New York sind eine klare Ermutigung für das Bremer Team. Mit weiterer Anstrengung scheint also erstmals auch ein Einzug in die KO-Runden in Hongkong in greifbare Nähe gerückt zu sein.

MCAB e.V. gratuliert dem Bremer Vis Moot-Team zu den erzielten Ergebnissen beim Fordham Pre-Moot und wünscht den Studentinnen weiterhin viel Spaß und Erfolg auf dem weiteren virtuellen Weg über (die Pre-Moots und Kanzleirunden in) Hamburg, Dublin, Kuala Lumpur und Kairo nach Hongkong.

MCAB e.V. verurteilt den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der russischen Regierung und unterstützt die Erklärungen der Vis Moot- und Vis Est Moot-Direktoren

Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der russischen Regierung und ihrer Vasallen betrifft jeden Einzelnen in der freien Welt. Die zunehmenden Drohungen aus dem Kreml und der immer brutaler auch gegen die Zivilbevölkerung geführte Krieg, kann nicht ohne Konsequenzen bleiben. Dies gilt auch für internationale Studentenwettbewerbe, insbesondere, wenn Teams aus der Ukraine und aus Russland daran teilnehmen. Derzeit unterstütz MCAB e.V. das Vis East Moot-Team der Universität Bremen bei der Teilnahme am Wettbewerb und Pre-Moots bei denen es sowohl auf ukrainische als auch auf russische Teams treffen kann. Eine für morgen geplante virtuelle Freundschaftsbegegnung mit dem Team aus Kiew musste kriegsbeding abgesagt werden. Auch die Direktoren des Vis Moots in Wien haben am 27. Februar eine Stellungnahme zu den Folgen des russischen Überfalls auf die Ukraine für den Vis Moot an die teilnehmenden Teams versendet, denen sich die Vis East Moot-Direktoren am heutigen Dienstag, dem 01. März 2022 angeschlossen haben. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand vom MCAB e.V. auf seiner heutigen Sitzung folge Stellungnahme beschlossen.

„MCAB e.V. ist seit seiner Gründung nicht nur satzungsgemäß neben der Förderung der Wissenschaft und der Studentenhilfe auch der ‚Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens‘ verpflichtet. Es war immer auch eine unserer Herzensangelegenheiten, es den Studentinnen und Studenten der Universität Bremen zu ermöglich, in persönlichen Austausch mit Studenten aus anderen Kulturen zu kommen und so das Verständnis zwischen Kulturen zu vergrößern. So ist MCAB e.V. auch stolz darauf, einen Beitrag dazu geleistet zu haben, dass Bremer Vis Moot-Teams an Vorbereitungsrunden in Moskau teilnehmen konnten oder das letztjährige Vis Moot-Team der Universität Bremen mit Unterstützung von MCAB e.V. den dritten Platz beim ersten Vis Pre-Moot in Lemberg in der Ukraine erreichte. Auch unser Vorstandsvorsitzender hat zahlreiche Schiedsverhandlungen mit russischen und ukrainischen Teams geleitet. So sind über die Jahre unzählige persönliche Verbindungen entstanden.

Umso entsetzter sind wir, dass nunmehr Mitten in Europa Menschen im Krieg durch europäische Armeen sterben und auch die Leben unserer ukrainischen Freunde aus der Vis Moot-Familie unmittelbar bedroht ist. Unsere Gedanken sind bei den ukrainischen Vis Moot-Teams, Schiedsrichtern, deren Familien und den Ukrainerinnen und Ukrainern im Allgemeinen, die auch jetzt wieder in Bunkern die Nacht überstehen müssen und um ihr Leben fürchten.

Vor diesem Hintergrund unterstützen wir die Stellungnahme der Vis Moot- und Vis East Moot-Direktoren und möchten aus der heutigen E-Mail von Louise Barrington (Direktor Vis East Moot) und Sherlin Tung (Deputy Director Vis East Moot) zitieren:

‚We recognise that the Ukrainian participants in the Vienna Vis Moot are labouring under terrible circumstances. We stand together in support of them and of all the Ukrainian people. We endorse the response of the international community, as all free nations react with unprecedented solidarity to show Russia’s leaders that they cannot act with impunity. 

However, this disaster was not created by Russia’s Vis Moot and Vis East participants.  As of the writing of this letter, over 3000 Russian citizens have been arrested for protesting their government’s actions.  Two thousand Russian lawyers have signed a letter condemning the aggressions being perpetrated by their government. While condemning the belligerence of the Russian leadership, we must also remain true to our own fundamental principles of peaceful dispute resolution and the rule of law. We will not judge the sons and the daughters without a hearing, for the crimes of their parents – crimes that they themselves may be protesting, and at no small personal risk.  

We will not slam the door and abandon Russian students to the totalitarian propaganda of their leaders. Instead, they will be welcome to experience for themselves the open minds and commitment to justice which characterize international scholarship in the free world.  We urge all Vis Moot coaches and arbitrators to reflect on our common goal of peaceful dispute resolution under the rule of law – and to persevere in working toward it.‘

Auch unterstützen wir die heutige Entscheidung der Universität Bremen, alle Kooperationen mit staatlichen russischen Einrichtungen und Einrichtungen mit enger Verbindung zum russischen Staat auf Eis zu legen, gleichzeitig aber den persönlichen Kontakt zu russischen Kolleginnen und Kollegen, die oftmals mit nicht geringem persönlichen Risiko gegen den verbrecherischen Angriffskriegs Russlands protestieren, aufrechtzuerhalten.

Für MCAB e.V. bedeutet dies konkret:

  1. Wo immer möglich, werden wir Vis Moot-Teams aus der Ukraine unterstützen.
  2. Wir werden keine Teilnahmen des Bremer Vis Moot-Teams an Veranstaltungen unterstützen, die von Organisationen ausgerichtet werden, die in Verbindung mit dem russischen Staat stehen.
  3. Im Geiste der Verständigung zwischen den europäischen Völkern, bleiben wir sowohl in Verbindung mit den ukrainischen als auch mit den russischen Angehörigen der Vis Moot-Familie und werden weiterhin allen Vis Moot-Teams mit Respekt und im Lichte unserer Verpflichtung als Moot Court-Vereinigung gegenüber dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit und der friedlichen Konfliktbeilegung gegenübertreten.
  4. Wir verurteilen das völkerrechtswidrige und inakzeptable Handeln der russischen Regierung, sind aber auch gegenüber russischen Teams, die keine Schuld am Handeln ihrer Regierung tragen, weiterhin dem Prinzip von Fair-Play verpflichtet.

Bremen, den 01. März 2022
Der Vorstand von MCAB e.V.

Franca Braach (stellvertretende Vorsitzende), Teresa Offenhäuser (Schatzmeisterin) und Tobias Pinkel (Vorsitzender)“

Vis Moot-Team der Universität Bremen besucht BOEHMERT & BOEHMERT

Das Vis Moot-Team der Universität Bremen machte am heutigen Montag, dem 28. Februar 2022 um 16:00 Uhr einen weiteren wichtigen Schritt beim Ausbau seiner Kontakte zu Anwaltskanzleien. Nach zahlreichen Einladungen zu Übungsrunden gegen Teams anderer Universität zu Großkanzleien in Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf, wurden die Bremer Studentinnen nunmehr zum ersten Mal zu einer teaminternen Übungsrunde in die Kanzleiräume der Bremer Niederlassung von BOEHMERT & BOEHMERT eingeladen.

Vis Moot-Team der Universitäten mit den als Schiedsrichter fungierenden Rechtsanwälten von BOEHMERT & BOEHMERT im Konferenzraum der Kanzlei (c) Tobias Pinkel

Da der Vis Moot als Praxiswettbewerb davon lebt, dass die Teammitglieder in ihrer Vorbereitung auf die Hauptrunde in Wien oder Hongkong regelmäßig Rückmeldungen von erfahrenen Prozessanwälten erhalten, ist gerade die Vernetzung zu lokal in Bremen ansässigen und international tätigen Rechtsanwälten von zentraler Bedeutung. Entsprechend war die Einladung zu einer Probeverhandlung von der international tätigen, auf den Schutz geistigen Eigentumsrecht spezialisierten Rechts- und Patentanwaltskanzlei BOEHMERT & BOEHMERT für das Bremer Vis Moot-Team ein großer Gewinn. MCAB e.V. und das Vis Moot-Team der Universität Bremen hoffen, diese Verbindung in den nächsten Jahren ausbauen zu können.

Eingeladen hatten die Rechtsanwälte Dr. Eckhard Ratjen, LL.M. und Malte Nentwig, LL.M., die dem Vis Moot-Team der Universität Bremen heute auch als Schiedsrichter zur Verfügung standen. Doch bevor die simulierte Schiedsgerichtsverhandlungsrunde begann, gaben die beiden Rechtsanwälte zunächst einen spannenden Einblick in die Arbeit von BOEHMERT & BOEHMERT und die Besonderheiten bei der Verhandlungsführung vor internationalen Gerichten wie dem EuG und dem EuGH, den beiden in Luxemburg ansässigen Gerichten der Europäischen Union.

Vis Moot-Team der Universität Bremen bei der teaminternen Übungsverhandlung bei BOEHMERT & BOEHMERT (c) Tobias Pinkel

Danach schloss sich die einstündige Übungsverhandlung an, in dessen Rahmen die Argumente zum diesen jährigen Vis Moot-Fall zwischen den Studentinnen ausgetauscht und die Fragen des Schiedsgereichts beantwortet wurden. Besonders hilfreich war dabei nicht nur die praxisnahe Verhandlungsführung und Fragestellung durch die beiden Rechtsanwälte von BOEHMERT & BOEHMERT sondern auch die Feedbackrunde im Anschluss.

Vis Moot-Team der Universität Bremen bei der teaminternen Übungsverhandlung bei BOEHMERT & BOEHMERT (c) Tobias Pinkel

Damit wurde heute ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen Teilnahme am Vis East Moot in Hongkong genommen. Das Vis Moot-Team der Universität Bremen und MACB e.V. bedanken sich ganz herzlich bei den Rechtsanwälten Dr. Eckhard Ratjen, LL.M. und Malte Nentwig, LL.M. sowie dem gesamten Team der Bremer Niederlassung von BOEHMERT & BOEHMERT für die spannende Veranstaltung und großartige Unterstützung.

Vis Moot-Team der Universität Bremen startet erfolgreich in Fordham 2022 Vis Pre-Moot

Nach zwei Tagen, die das Bremer Vis Moot-Team virtuell in Frankfurt verbrachte, ging es am heutigen Samstag, dem 26. Februar 2022 digital weiter nach New York um am Fordham 2022 Vis Pre-Moot teilzunehmen. Auf Grund der großen Anzahl an teilnehmenden Teams, erhalten die Bremer Studentinnen nur zwei Gelegenheiten, ihr in den letzten Monaten erlangtes Können unter beweiszustellen. Da der Fordham Vis Pre-Moot keine Finalrunden umfasst, endet der Pre-Moot in jedem Fall nach der zweiten Verhandlungsrunde, die das Bremer Team am morgigen Samstag bestreiten wird.

Verhandlung gegen das Team der Team Benjamin N. Cardozo School of Law (c) Mia Elisabeth Thye

Heute aber durfte sich das Vis Moot-Team der Universität Bremen zunächst über eine Begegnung mit dem Team Benjamin N. Cardozo School of Law aus New York freuen. Um 14:15 Uhr EST, also 20:15 Uhr Ortszeit in Bremen nahmen Mia Thye und Janina Pecht die Rolle der Prozessvertretung der Klägerin ein versuchten das Schiedsgericht davon zu überzeugen, dass es für den verhandelten Fall zuständig ist und auch ein Vertrag unter Einbeziehung der allgemeinen Geschäftsbedingungen der Klägerin geschlossen wurde. Dabei beantworteten sie gekonnt die zahlreichen Fragen des Schiedsgerichts entkräfteten überzeugend die Argumente der Benjamin N. Cardozo School of Law.

Die Studentinnen aus Bremen haben dabei einmal mehr Durchsetzungsstärke bewiesen und positives Feedback nicht nur für ihr professionelle Auftreten, sondern auch für die Reaktionsfähigkeit auf Fragen des Schiedsgerichts erhalten. Das Vis Moot-Team der Universität Bremen bedanken sich, beim Vis Moot-Team der Benjamin N. Cardozo School of Law und den Schiedsrichtern für die großartige Gelegenheit, Argumente auszutauschen.

Der Teamleiter der Universität Bremen, Tobias Pinkel, der auch als Schiedsrichter beim Fordham 2022 Vis Pre-Moot auftritt, hatte am ersten Tag des Übungswettbewerb ein etwas volleres Programm. Bereits in der ersten Runde des Wettbewerbs um 9:00 Uhr EST war er Schiedsrichter im Verfahren Benjamin N. Cardozo School of Law v. University of Tartu und lernte so die späteren Gegner seines Teams schon am frühen Nachmittag Bremer Ortszeit kennen. Danach hatte er die eher, den Verfahren University of Indonesia v. University of Bucharest und Georgetown University Law Center v. Aix-Marsielle University vorzusitzen. Für ihn stehen am zweiten Tag des Pre-Moots als Schiedsrichter noch die Begegnungen Charles University v. Fordham University und Mackenzie Presbyterian University v. New York Law School auf dem Programm. Als Coach darf er sich auf die Begegnung seines Teams mit der Universität Bielefeld freuen. Auch zu dieser Begegnung sind Zuschauer herzlich eingeladen. MCAB e.V. wünscht den Bremer Studentinnen dabei viel Spaß und Erfolg.

Begegnungen im Rahmen des Fordham 2022 Vis Pre-Moot für das Team der Universität Bremen bekanntgegeben – Teilnahme als Zuschauer möglich

Am kommenden Wochenende findet am Samstag, dem 26. Februar 2022 und am Sonntag, dem 27. Februar 2022 virtuell in New York der Fordham 2022 Vis Pre-Moot, der von der Fordham University School of Law organisiert wird, statt. Das Team der Universität Bremen darf sich an beiden Tagen des Pre-Moots jeweils auf eine Begegnung mit einem anderen Team freuen. Da die Veranstaltung virtuell in New York stattfindet und entsprechend nach Eastern Standard Time (EST) mit sechs Stunden Zeitverschiebung organisiert wird, finden die Anhörungen für das Team der Universität Bremen in den Abendstunden statt.

Im Rahmen des Fordham 2022 Vis Pre-Moot ist es Zuschauern gestattet, die Verhandlungsrunden über das Videokonferenzsystem ZOOM zu verfolgen. Wer das Team der Universität Bremen beobachten will, muss seinen Namen in ZOOM auf „Observer, University of Bremen“ ändern. Dies ist zwingende Voraussetzung, um von den Organisatoren dem Raum zugewiesen zu werden, in dem die Verhandlung mit Beteiligung des Teams der Universität Bremen stattfinden sollen.

Für das Team der Universität Bremen beginnt der Pre-Moot erst in der letzten Verhandlungsrunde am ersten Tag als Vertreter der Klägerin. Am zweiten Tag tritt das Team als Vertreter der Beklagten in der vorletzten Runde des Tages an. Die Informationen zu den beiden Begegnungen und die Links zum ZOOM-Meeting sind nachfolgend aufgeführt.

Samstag, 26. Februar, 2:15 PM– 3:45 PM EST (20:15-21:45 Uhr MEZ), Round 4, Room 3
Universität Bremen v. Benjamin N. Cardozo School of Law
https://fordham.zoom.us/j/81009201399

 Sonntag, 27. Februar, 12:30 PM–2:00 PM EST (18:30-20:00 Uhr MEZ), Round 3, Room 2
Universität Bielefeld v. Universität Bremen
https://zoom.us/j/94933380333?pwd=SUdtMnBmWFFZallDbUNjUmRWMnRxQT09

MCAB e.V. wüscht dem Team der Universität Bremen viel Spaß und Erfolg beim anstehenden Pre-Moot.

Für Vis Moot-Team der Universität Bremen endet interne Arbeitswoche

Nach zehn Tagen ohne Pre-Moots, externe Veranstaltungen oder Übungsverhandlungen mit anderen Universitäten geht mit der zweitägigen Frankfurt Advocacy School (FAS) 2022 das externe Vorbereitungsprogramm für das Vis Moot-Team der Universität Bremen am morgigen Donnerstag, dem 24.02.2022 weiter. Da der Wettbewerb in Hongkong und Wien in diesem Jahr erneut pandemiebedingt digital stattfinden wird, ist es nur folgerichtig, dass auch die Advocacy School, die auf diesen Wettbewerb vorbereiten soll, ebenfalls virtuell durchgeführt wird. Neben Workshops zur virtuellen Präsentation wird es im Rahmen der FAS am Freitag, dem 25.02.2022 auch zwei Übungsrunden gegen Teams anderer Universitäten geben. Unmittelbar im Anschluss werden die Studentinnen des Fachbereichs Rechtswissenschaft am kommenden Wochenende am Fordham 2022 Vis Pre-Moot teilnehmen, der virtuell in New York stattfinden wird. Damit steht den Teilnehmerinnen auch ohne Reise wieder eine Änderung der Zeitzone ins Haus.

Aber auch die Pre-Moot-freie Zeit war für die Studierenden keine Vis-Moot-freie Zeit. Denn sie wurde für zahlreiche interne Treffen genutzt um die Vorträge auf Schwachstellen abzuklopfen und mögliche Gegenargumente und Fragen der Schiedsrichter zu erörtern. Dazu wurden die vorbereiteten Vorträge der Studentinnen nach jedem Abschnitt unterbrochen und mit dem Team und den Coachs diskutiert. So konnten auch die Erfahrungen und Rückmeldungen aus den beiden zurückliegenden Pre-Moots Eingang in die Vorträge finden.

Somit geht für das Vis Moot-Team der Universität Bremen eine intensive interne Arbeitswoche zu Ende um nun wieder in externen Workshops, durch die Vorträge anderer Teams und die Rückmeldungen der Schiedsrichter bei den Übungsverhandlungen im Rahmen der FAS und der anstehenden Pre-Moots Feedback und Inspirationen einzuholen. Mit diesem Wechsel aus externen und internen Vorbereitungsphase ist das Vis Moot-Team der Universität Bremen auf dem besten Weg, die Vorträge bis zum Wettbewerb in Hongkong zu perfektionieren. MCAB e.V. wünscht dem Team der Universität Bremen und seinen Coachs dabei viel Spaß und Erfolg.

Team der Universität Bremen misst sich am zweiten Tag des Asia Pacific Vis Pre Moots erfolgreich mit Team der Universität Bukarest

Am heutigen Donnerstag, dem 10. Februar 2022 fand der zweite Tag des ersten Asia Pacific Vis Pre Moot statt. In diesem Rahm traf das Team der Universität Bremen auf die Vertreter der Universität Bukarest. Das Team aus der rumänischen Hauptstadt konnte in den letzten Jahren bereits zahlreiche Erfolge beim Vis Moot verbuchen. Zuletzt hatte im Jahre 2000 ein Team der Universität Bremen bei einem Pre-Moot die Ehre, gehen die Studentinnen und Studenten der Universität Bukarest antreten zu dürfen. Nun war es virtuell in Indien wieder so weit.

Um 16:00 Uhr indischer Zeit, also 11:30 Uhr Ortszeit in Bremen schlüpften Selin Ersoy und Hana Licina von der Universität Bremen in die Rolle der Rechtsanwältinnen der Beklagten um das Schiedsgericht davon zu überzeugen, dass es nicht Zuständige ist, den Fall zu verhandeln, dass – so sich das Schiedsgericht doch für zuständig halten sollte – überhaupt kein Vertrag mit der Klägerin geschlossen wurde und für den Fall, dass auch diese Position vom Schiedsgericht nicht geteilt werden sollte, zumindest die AGB der Klägerin nicht Bestandteil des Vertrags geworden sind. Dabei mussten sie sich nicht nur den Fragen des Schiedsgerichts stellen, sondern auch die Gegenargumente des Teams der Universität Bukarest entkräften.

Erneut konnte das Team der Universität Bremen überzeugen und musste den direkten Vergleich mit seinen Gegnern nicht scheuen. Morgen, am dritten Tag der Vorrunde des Pre-Moots stehen für das Team der Universität Bremen gleich zwei Begegnungen auf dem Programm. Um 11:30 Uhr MEZ stehen für die Universität Bremen als Vertreter der Beklagten Verhandlungen gegen das Team der in Kabul gelegenen American University of Afghanistan an. Für die Studentinnen der Universität Bremen ist es eine besondere Ehre gehen ein Team antreten zu dürfen, dass sich trotz der erschwerten Umstände in ihrem Heimatland die Möglichkeit erkämpft hat, auch in diesem Jahr wieder an dem internationalen Studentenwettbewerb teilzunehmen. Direkt im Anschluss, um 13:30 Uhr MEZ schlüpfen die Studentinnen der Universität Bremen dann wieder in die Rolle der Klägervertreter. Dabei trifft das Team der Universität Bremen auf die Vertreter der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen (Εθνικό και Καποδιστριακό Πανεπιστήμιο Αθηνών). Damit enden für die Bremer Studentinnen die Vorrunde des Pre Moots. Gemäß Art. 2.7.2 Rules & Regulations for Asia Pacific Vis Pre Moot 2022 geht es danach nur noch für die acht bestbewerteten Teams im Viertelfinale weiter. Bei über 150 teilnehmenden Teams stellt der Einzug in die Finalrunden dieses Pre-Moots entsprechend eine deutlich größere Herausforderung als bei den eigentlichen Wettbewerben in Hongkong und Wien dar.

Vis Moot-Team 2021/22 der Universität Bremen startet erfolgreich in ersten Asia Pacific Vis Pre Moot

Am heutigen Mittwoch, dem 09. Februar 2022 begann die Vorrunde des Asia Pacific Vis Pre Moot, der in diesem Jahr erstmalig virtuell in Indien organisiert wurde. Laut angaben der Organisatoren nehmen über 150 Teams am dem Vorbereitungswettbewerb für den diesjährigen Vis Moot teil. Damit dürfte der Pre-Moot gleich in seinem erste Jahr der größte Vis Pre-Moot weltweit sein. Der in diesem Jahr ebenfalls virtuell in Kuala Lumpur von AIAC angebotene Pre Moot galt mit seine 130 zugelassenen Team in der Vergangenheit als größter Pre-Moot, an dem Teams aus Europa teilnehmen dürfen und an dem das Team der Universität Bremen in diesem Jahr ebenfalls erstmalig teilnehmen wird. Der Asia Pacific Vis Pre Moot 2022 hat dem AIAC Pre Moot wohl den Rang abgelaufen.

Für die Studentinnen der Universität Bremen ging es morgens um 9:30 Uhr MEZ (14:00 Uhr IST) los. Sie durften gegen die studierenden der spanischen Universität Valencia antreten. Das Team der Universität Bremen nahm dabei die Rolle der Rechtsanwältinnen der Klägerin ein, während das Team der Universität Valencia die Beklagten vertrat. Dem Schiedstribunal saß ein indischer Schiedsrichter vor. Im direkten Vergleich der beiden Teams überzeugte die Universität Bremen klar.

Aber auch den Vergleich mit anderen Teams, die an dem indischen Pre-Moot teilnehmen, müssen die Studentinnen der Universität Bremen nicht scheuen. Nach Ende der Verhandlungsrunde Universität Bremen v. Universität Valencia, kam den Teamleiter des Bremer Vis Moot-Teams die ehrenvolle Aufgabe zu, bei zwei weiteren Verhandlungsrunden dem Schiedsgericht vorzusitzen. Dabei leitete er zunächst zusammen mit indischen Schiedsrichtern die tschechisch-indische Verhandlung der Karls-Universität Prag v. School of Law, Christ University Bangalore bevor er zusammen mit einem indischen und einem britischen Rechtsanwalt die indisch-amerikanische Verhandlung Nirma University v. George Waschington School of Law leitete. Auch für Verhandlungen mit diesem beiden Teams wäre das diesjährige Team der Universität Bremen bestens vorbereitet gewesen.

Die Vorrunde des Asia Pacific Vis Pre Moot dauert noch drei Tage. In dieser Zeit wird jedes Team – wie auch bei den Wettbewerben in Wien und Hongkong – Gelegenheit haben, sich mit vier anderen Teams zu messen. Das Team der Universität Bremen hat an jedem Tag genau eine Verhandlung. Auf Basis einer Punktewertung der einzelnen Teilnehmer bei den vier Verhandlungen in der Vorrunde werden dann die Teams bestimmt, die in den Finalrunden im KO-Modus gegeneinander antreten dürfen.

Besonders beeindruckt, dass es den Organisatoren gelungen ist, wirklich internationale Schiedsgerichte zusammenzustellen und Zeiten in den meisten Fällen auch Zeiten zu finden, die für die Teams in ihrer jeweiligen Heimatzeitzone innerhalb der üblichen Geschäftszeiten liegen. Morgen geht es für das Team der Universität Bremen als Vertreterinnen der Beklagten gegen das Team der Universität Bukarest weiter. MCAB e.V. wünscht den Bremer Studentinnen dafür ganz viel Spaß und Erfolg.

Vorbereitung auf Vis Moot geht weiter

Am heutigen Mittwoch, dem 09. Februar 2022 begann um 5:30 Uhr MEZ (10:00 Uhr IST) mit der Eröffnungszeremonie der erste Asia Pacific Vis Pre Moot. Für das Team der Universität Bremen werden die digitalen Übungsverhandlungen um 9:30 Uhr MEZ (14:00 Uhr IST) los gehen. Damit geht die Pre-Moot-Pause seit Abschluss des Lazareff Le Bars Vis Pre-Moot vor genau einer Woche, der physisch in Dubai stattfand, zu Ende.

In den nächsten vier Tagen haben die Studentinnen des Vis Moot-Teams 2021/22 der Universität Bremen wieder die Chance, sich täglich mit jeweils einem anderen Team zu messen und um die besten Argumente rund um den Abschluss eines Kaufvertrags für nachhaltiges Palmöl sowie die Zuständigkeit des Schiedsgerichts zu ringen.

Aber auch zwischen den Pre-Moots gab es für die Studentinnen der Universität Bremen keine Vis Moot-Pause. Zunächst hatten Sie am vergangen Donnerstag, dem 03. Februar 2022 die Chance, eine praxisnahe Einblick in die Welt der internationalen Schiedsverfahren zu erhalten. Die Pariser Kanzlei Lazareff Le Bars organsierte im Anschluss an den Pre-Moot eine spannende Konferenz, die aus zwei Diskussionsrunden bestand.

Nach der Rückreise nach Bremen hatten die Studierenden einen Tag Zeit, die Erkenntnisse aus dem Pre-Moot in Dubai in ihren Vorträgen einzuarbeiten, bevor diese teamintern in täglichen Meetings mit und ohne ihre Coachs besprochen und weiterentwickelt wurden. Nun ist das Team bestens vorbereitet, sich im Rahmen des nächsten Pre-Moots digital zu präsentieren.

Leider sind – anders als bei den meisten virtuellen Pre-Moots und den Wettbewerben in Hongkong und Wien im letzten Jahr – die Anhörungen in der Vorrunde des ersten Asia Pacific Vis Pre Moots nicht öffentlich. Lediglich die Teammitglieder der beteiligten Teams und Coachs dürfen sich im jeweiligen ZOOM-Raum einfinden. Entsprechend ist es MCAB e.V. nicht gestattet, den Link zu den anstehenden Verhandlungsrunden zu veröffentlichen. MCAB e.V. wird aber regelmäßig über die weiteren Entwicklungen im Pre-Moot an dieser Stelle informieren.