Mit der letzten Probeverhandlung endet die Vorbereitung auf den Soldan Moot

Drei Monate nach der Ausgabe der Fallakte steht beginnt am morgigen Donnerstag, dem 06. Oktober 2021 der mündliche Teil des Soldan Moots und damit der Höhepunkt des Wettbewerbs. Nach zwei Monaten, in denen Schriftsätze im Umfang von ca. 60 Seiten verfasst wurden und einem weiteren Monat in dem sich Franca Braach, Veronika Lutter, Teresa Vida Offenhäuser und Seyyid Ünal ausgiebig auf die mündlichen Verhandlungen vorbereitet haben, darf die teilnehmenden Studentinnen und Studenten ab morgen beweisen, was sie gelernt haben.

Bei dem Wettbewerb in Hannover werden die simulierten Gerichtsverhandlungen von einem vorsitzenden Richter geleitet. Viele der vorsitzenden Richter beim Wettbewerb sind auch im realen Leben Richter. Aber auch Rechtsanwälte und Wissenschaftler, die die Befähigung zum Richteramt besitzen, übernehmen die Aufgabe des Vorsitzenden beim Soldan Moot. Die unterschiedlichen Hintergründe können sich durchaus auch auf die Art der Prozessführung auswirken. Deshalb war es für die Vorbereitung des Teams auch wichtig, bei Teaminternen Probeverhandlungen vorsitzende Richter mit unterschiedlichen Hintergründen zu gewinnen.

Die letzte Verhandlung vor Beginn des Wettbewerbs wurde wieder von Rechtsanwältin Sandra Gerdes, LL.M. geleitet, die auch als Praxiscoach des Teams fungiert. Ihre Praxisnahen hinweise waren auch unmittelbar vor dem Wettbewerb noch immer sehr hilfreich.

Da der Wettbewerb in diesem Jahr – anders als der Pre-Moot in Hamburg – digital durchgeführt wird, wurden auch die letzten Übungsrunden über ZOOM durchgeführt obwohl sich das gesamt Team in der Universität Bremen traf. Während Veronika Lutter und Seyyid Ünal aus dem Gerichtslabor teilnahmen, schalteten sich Franca Braach und Teresa Vida Offenhäuser aus einem der Lernräume zu.

In den letzten 18 Stunden vor Beginn des Wettbewerbs haben nun die teilnehmenden Studierenden eine Pause von der Fallakte und den mündlichen Verhandlungen, nicht aber vom Soldan Moot. Nun steht die als Rahmenprogramm zum Soldan Moot organisierte „Anwaltskonferenz“ an, die die Studentinnen und Studenten gemeinsam aus dem Gerichtslabor verfolgen. Dabei werden bis 17:00 Uhr Themen diskutiert, die auch für den berufsrechtlichen Teil der morgigen Verhandlungen relevant sein können. Danach geht es in die Innenstadt um am gemeinsamen Online-Kochen mit den andern Soldan Moot-Teams teilzunehmen.

Einführung in die Online-Verhandlung für neu teilnehmende Teams mit Christian Denz: Letzte Schritte auf dem Weg zu den mündlichen Verhandlungen beim Soldan Moot

In zwei Tagen beginnen die mündlichen Verhandlungen in der Hauptrunde des Soldan Moots. Bereits morgen beginnt mit der „Anwaltskonferenz“ das Rahmenprogramm. Heute gab es für das Soldan Moot-Team der Universität Bremen ein weiteres Highlight in der Vorbereitung. Da die Universität Bremen zum ersten Mal an diesem Wettbewerb teilnimmt, bot Christian Denz von den Organisatoren des Moot Courts von der Universität Hannover am heutigen Dienstag, dem 05. Oktober 2021 eine kurze Einführung in die Besonderheiten des Wettbewerbs und der digitalen Präsentation an, um so die Wissenslücken im Vergleich zu Teams mit Soldan Moot-Erfahrung auszugleichen.

Vorgestellt wurden dabei insbesondere die Abläufe und Bewertungskriterien des Wettbewerbs. Auch wurde darauf verwiesen, welche zusätzlichen rechtlichen Fragen bei mündlichen Verhandlungen im Vergleich zu den Schriftsätzen grundsätzlich eine Rolle spielen könnten. Danach wurden Hintergründe, Beleuchtung und Kameraeinstellungen diskutiert und der Vortrag über ZOOM getestet.

Die Veranstaltung fand im Gerichtslabor des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Universität Bremen statt. Von dort wird das Team auch am virtuellen Hanse Soldan Moot Court in Hannover teilnehmen. Nun wird das Team aus den Erkenntnissen des Workshops noch einige Anpassungen an den technischen Einstellungen vornehmen. Diese werden in den beiden noch anstehenden teaminternen Probeverhandlungen am heutigen Nachmittag und morgigen Vormittag noch getestet und nachjustiert. Bevor es am Donnerstag, dem 07. Oktober um 9:00 Uhr in der ersten Verhandlung für das Team der Universität Bremen gegen das Team II der Universität zu Köln ernst wird, werden alle technischen Fragen geklärt und Kameraeinstellung und Beleuchtung perfektioniert sein. Entsprechend können sich die studentischen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ganz auf den Schlagabtausch mit den Prozessvertretern der anderen Universitäten konzentrieren und laufen nicht Gefahr, dass wegen technischer Störungen gegen den eigenen Mandaten ein Versäumnisurteil ergeht.

Bewertungsbögen bestätigen solides Abschneiden des Bremer Soldan Moot-Teams beim Pre-Moot in Hamburg

Eine Woche nach dem 6. Soldan Pre-Moot der Bucerius Law School in Hamburg erhielt das Soldan Moot-Team der Universität Bremen am heutigen Sonntag, dem 03. Oktober 2021 die Bewertungsbögen des Probewettbewerbs. Anders als beim Vis Moot bewerten nicht die Richter die Leistung der Studentinnen und Studenten, die in die Rolle der Rechtsanwälte schlüpfen. Der vorsitzende Richter führt lediglich die Verhandlung. Ob der Vortrag der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte dem vorsitzenden Richter gefällt und ob die Antworten auf die Fragen die Erwartungen des Prozessführenden entsprechen ist also für die Bewertung der Teams und der Einzelleistungen unerheblich. Vielmehr ist es Aufgabe von zwei Junioren die Studentinnen und Studenten zu bewerten. Dieses Prinzip wurde auch beim Pre-Moot in Hamburg eingehalten.

Als Bewertungsskala wird die den Juristinnen und Juristen bestens vertraute 18-Punkte-Skala verwendet, die auch für die Benotungen von Prüfungen im Studium und für die Ersten juristischen Prüfung (früher Staatsexamen) Verwendung findet. Mit vier Punkten ist eine Prüfung bestanden, zweistellige Ergebnisse sind hier ehr die Ausnahme als die Regel.

Bei jedem Vortrag traten zwei Studentinnen und Studenten gemeinsam als Rechtsanwälte einer Partei auf. Zu vergeben waren dafür drei Noten: Die Note für die jeweilige Einzelleistung der Studentinnen und Studenten und eine Note für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Rechtsanwälte. Für die vier Verhandlungsrunden gab es also von jeweils zwei Junioren insgesamt 24 Noten. Besonders erfreulich ist dabei, dass alle Benotungen in Bereich befriedigend bis gut lagen. Mit der Durchschnittsnote von 9,62 lag das Team insgesamt im Bereich vollbefriedigend, eine Note, die bei der Ersten juristischen Prüfung für das sogenannte „Prädikatsexamen“ ausreichen würde.

Berücksichtigt man, dass die Universität Bremen zum ersten Mal am Soldan Moot teilnimmt, ist dieses Ergebnis besonders erfreulich. MCAB e.V. gratuliert dem Team uns seinen Coachs zu diesem guten Ergebnis. Dennoch ist noch keine Zeit sich auf den bisherigen Ergebnissen auszuruhen. Bis der Wettbewerb am Donnerstag beginnt stehen noch weitere interne Verhandlungsrunden und Präsentationsübungen an.

Begegnungen in der Hauptrunde des Soldan Moot 2021 bekanntgegeben

Am heutigen Montag, dem 27. September 2021 haben die Organisatoren des Hans Soldan Moot Court 2021 die Begegnungen für die Hauptrunde bekanntgegeben. Jedes Team wird dabei vom vom Donnerstag, den 07. Oktober bis Samstag, den 09. Oktober 2021 gegen Teams von vier anderen Universitäten anzutreten.

Für das Team der Universität Bremen geht es gleich in der ersten Runde, am Donnerstag, dem 07. Oktober 2021 um 9:00 Uhr als Vertreter der Klägerin mit den „Rechtsanwälten“ Veronika Lutter und Seyyid Ünal gegen das Team EBS Universität für Wirtschaft und Recht, das die Position der Beklagten vertreten wird, los. Noch am gleichen Tag, ab 16:00 Uhr dürfen Franca Braach und Teresa Vida Offenhäuser die Position der Beklagten gegen das Team II der Universität zu Köln vertreten.

Am nächsten Tag, Freitag, den 08. Oktober 2021 geht es für Franca Braach und Teresa Vida Offenhäuser um 17:00 Uhr gegen das Team I der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg weiter. Für Veronika Lutter und Seyyid Ünal geht es erst am letzten Wettbewerbstag weiter. Am Samstag, dem 09. Oktober 2021 treten sie erneut als Prozessvertretung der Klägerin gegen das Team II der Bucerius Law School aus Hamburg an. Anders als im Fußball wird es sich bei der Begegnung mit Hamburg nicht um eine Partie der zweiten Liga handeln, hatte doch das Team II der Bucerius Law School beim Pre-Moot in Hamburg die Finalrunde erreicht.

Da der Wettbewerb in Hannover digital ausgetragen wird, treten die Vertreterinnen und Vertreter der Universität Bremen aus dem Gerichtslabor des Fachbereichs Rechtswissenschaft zum Wettkampf an. Noch stehen bei der Vorbereitung die Verbesserung der inhaltlichen Argumentation im Mittelpunkt. In der nächsten Woche wird es dann aber auch dazu gehen, sich optimal auf die Technik und die Präsentation über ZOOM aus dem Gerichtslabor vorzubereiten. MCAB e.V. wünscht dem Team bei der weiteren Vorbereitung und für den Wettkampf viel Spaß und Erfolg.

Über die weitere Vorbereitung und etwaige Möglichkeiten, die Verhandlungen mit Beteiligung der Universität Bremen online zu verfolgen, wird an dieser Stelle regelmäßig informiert werden.

Soldan Moot-Team nahm erfolgreich am Pre-Moot in Hamburg teil

Am gestrigen Samstag, dem 25.09.2021 nahm das Soldan Moot-Team der Universität Bremen erfolgreich ab 6. Soldan Pre-Moot in Hamburg teil. Der Hamburger Pre-Moot ist der einzige Übungswettbewerb dieser Art für den Soldan Moot. In diesem Jahr bestand die Besonderheit, dass die Form der Austragung des Pre-Moot, der eigentlich in erster Linie dazu dient, die Teams auf den Wettbewerb vorzubereiten und Schwächen zu erkennen und im Nachgang zu beseitigen, in einer anderen Form ausgetragen wurde als der eigentliche Wettbewerb. Statt – wie pandemiebedingt beim Wettbewerb in Hannover – vor dem Bildschirm mit Blick auf die Kamera über ZOOM zu argumentieren, stand in Hamburg der direkte Schlagabtausch in Robe mit „Rechtsanwälten“ der Teams anderer Universitäten vor einem Richter und zwei Junioren im Mittelpunkt.

Die erste Runde begann um 9:00 Uhr mit der Verhandlungsrunde gegen das Team I der Universität Hamburg, bei der die Universität Bremen vertreten durch Veronika Lutter und Seyyid Ünal die Rolle der Klägerin übernahm.

Um 10:30 Uhr ging es sodann in die zweite Runde. Nun war es am Team der Universität Bremen gegen das Team II der Universität Leipzig die Interessen der Beklagten zu vertreten. Hierfür schlüpften Franca Braach und Teresa Vida Offenhäuser in die Rolle der Prozessanwälte.

Nach der Mittagspause ging es um 13:00 Uhr wieder für die Prozessvertreter der Klägerin Veronika Lutter und Seyyid Ünal weiter. Diesmal durften sie sich mit dem Team II der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover messen. In der Nachmittagsrunde ab 14:30 Uhr traten dann Franca Braach und Teresa Vida Offenhäuser gegen das Team der Universität Bielefeld an.

Zwar reichte es für das Team der Universität Bremen bei der ersten Teilnahme an diesem Pre-Moot nicht für den Einzug in die Finalrunde der beiden von den Junioren am besten bewerteten Team. Dennoch konnten sich die Leistungen auch im Vergleich mit Teams, die bereits Erfahrungen mit diesem Wettbewerb haben, sehen lassen.

MCAB e.V. gratuliert dem ersten Soldan Moot-Team der Universität Bremen zum gelungenen Auftakt und wüscht viel Erfolg bei der weiteren Vorbereitung und dem Wettkampf virtuell in Hannover.

Soldan Moot-Team 2021 trifft sich zu physischen Übungsverhandlungen

Der in Hannover in Form einer simulierten Gerichtsverhandlung ausgetragene studentische Wettbewerb Hans Soldan Moot Court wird zwar in diesem Jahr zum zweiten Mal in folge als Konsequenz aus der Coronapandemie online ausgetragen. Der bereits am kommenden Samstag, dem 25.09.2021 in Hamburg ausgetragene Übungswettbewerb, der 6. Soldan Pre-Moot der Bucerius Law School, wird jedoch dank der in Hamburg schon lange geltenden G2-Regelung für geimpfte und genesene physisch ausgetragen. Auch vor diesem Hintergrund nutze das Team der Universität Bremen in dieser Woche auch die Chance, sich in der vergangenen Woche regelmäßig zu teaminternen Übungsverhandlungen zu treffen und das persönliche Präsentieren zu üben. Persönlich überzeugend aufzutreten, stellt die Teammitglieder vor andere Herausforderungen als das Überzeugen via ZOOM und wird auch weiterhin für die anwaltliche Praxis von herausragender Bedeutung sein. Als vorsitzender Richter und Ratgeber stand an jedem Tag der studentische Coach, Tilko Hobbie, der bereits vor zwei Jahren für ein Team der Universität Hannover an dem Wettbewerb teilgenommen hatte, zur Verfügung. Bei einzelnen Treffen gaben aber auch die Team-Coachs Sandra Gerdes und Tobias Pinkel Feedback und übernahmen für einzelne Anhörungen die Aufgabe des Richters von Tilko Hobbie.

Morgen wird sich das Team der Universität Bremen im persönlichen Wettkampf mit Teams anderer Universität messen müssen. Geplant sind die Begegnungen Bremen – Hannover II, Bremen – Hamburg I, Leipzig II – Bremen und Bielefeld – Bremen. Die Römischen Zahlen hinter den Universitäten werden dann vergeben, wenn mehrere Teams für eine Universität antreten und sich rein organisatorischer Natur. MCAB e.V. wünscht dem Team der Universität Bremen ganz viel Erfolg beim Pre-Moot in Hamburg.

Ab nächster Woche steht dann das Üben der digitalen Verhandlungen über ZOOM im Vordergrund der weiteren Vorbereitungen.

Registrierung des Teams der Universität Bremen für den Vis East Moot eingereicht

In den frühen Morgenstunden des heutigen Freitags, den 24. September begann die Möglichkeit, Teams für den Vis East Moot zu registrieren. Die neue Website mycisgmoot.org, über die in Zukunft die Teamverwaltung der Vis East Moot-Teams erfolgen soll, wurde zu diesem Zwecke freigeschaltet. Da Freischaltung um Mittag (12:00 Uhr) in Hongkong begann, begann die Möglichkeit zur Registrierung für europäische Teams mitten in der Nacht.

Dennoch füllte der hautverantwortliche Coach für die Vis Moot-Teams der Universität Bremen, Tobias Pinkel, der sich gerade in der Vis Moot-Stadt Wien befindet, das Registrierungsformular kurz nach der Freischaltung aus.

Anders als beim Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot in Wien bestimmt beim Willem C. Vis East International Commercial Arbitration Moot, dem nunmehr seit 19 Jahren stattfindenden Zwillingswettbewerb in Hongkong nicht die Zahl der Anmeldung die Teilnehmerzahl. Vielmehr wird die Zahl der teilnehmenden Teams von den Organisatoren im Vorwege begrenzt (im letzten Jahr auf 130 Teams). Für die Frage, ob ein Team zugelassen wird, ist nach Darstellung der Organisatoren vor allem der Zeitpunkt der Anmeldung relevant. Dennoch wird nicht unmittelbar eine Bestätigung der Teilnahme automatisiert nach dem First-Come-First-Served-Prinzip versendet. Viel mehr verweisen die Organisatoren nach Absendung der Registrierung und Verifizierung der E-Mail-Adresse darauf hin, dass man sich noch ein wenig gedulden muss: „Due to the high volume of applications and the limited number of places available, we will revert within one (1) week with a response to your application.“ Das Team der Universität Bremen muss sich also noch bis zu einer Woche gedulden bis es endgültig weiß, ob es sowohl in Wien als auch in Hongkong am Wettbewerb teilnehmen darf.

Ebenfalls ist weiterhin Geduld hinsichtlich der Frage gefordert, ob der Wettbewerb in Hongkong virtuell oder physisch ausgetragen wird. Es ist weiteren erklärten Ziel der Organisatoren, physische Anhörungen in Hongkong im nächsten März zu ermöglichen. Eine endgültige Entscheidung, ob der Wettbewerb nicht doch vollständig digital durchgeführt werden muss, ist jedoch noch nicht getroffen. Im Fall einer physischen Durchführung erhöht sich die Teilnahmegebühr von 5.000 HKD auf 8.888 HKD (ca. 980 EUR), die zur Unterstützung des Teams von MCAB e.V. getragen würden.

Nun bleibt aber noch für einige Tage die Spannung erhalten. MCAB e.V. ist aber zuversichtlich, dass ob der sehr frühen Anmeldung, dem guten Abschneiden im letzten Jahr und der Bereitschaft, auch physisch am Wettbewerb in Hongkong teilzunehmen, dem Team der Universität Bremen einer der begehrten Plätze zuerkannt werden wird. Der gesamte Verein drückt ganz fest die Daumen, dass die Universität Bremen nun im zweiten Jahr in Folge am Wettbewerb in Hongkong teilnehmen und so das Entstehen einer Tradition etablieren kann.

Studentinnen und Studenten des Bremer Vis Moot-Teams 2021/22 treffen im Rahmen der FDS ersten Vis Moot-Coach der Universität Bremen

Am gestrigen Freitag, dem 17. September 2021 endete die Frankfurt Drafting School (FDS) 2021. Für das Team der Universität Bremen war dies nicht nur eine gute Gelegenheit sich weiter auf die bevorstehende Ausgabe der Vis Moot-Akte 2021/22 vorzubereiten, erstmalig seit ca. 1,5 Jahre Vis Moot-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer von anderen Teams in der realen Welt zu treffen und zusammen zu feiern, sondern führte auch zu einem ganz besonderen Treffen. Denn unter den zahlreichen spannenden Vorträgen zum UN-Kaufrecht, Schiedsverfahrensrecht und Praxistipps zum Verfassen von Schriftsätzen befand sich auch die Vorlesung „Einführung in das UN-Kaufrecht“ von Prof. Dr. Olaf Meyer, M.St. (Oxon). Heute ist Olaf Meyer Professor an der Frankfurt University of Applied Sciences. Doch nach seiner Promotion in Münster habilitiert er sich am Lehrstuhl Christoph U. Schmid an der Universität Bremen. In diesem Rahmen bot er nicht nur eine Vorlesung zum UN-Kaufrecht an, sondern sorgte auch dafür, dass die Universität Bremen erstmalig am Vis Moot 2007/08 teilnahm. Zwar führte die Initiative von Olaf Meyer nicht unmittelbar zur verstetigten Teilnahme der Universität Bremen an diesem Wettbewerb. Doch coachte er damals den heutigen Teamleiter dies Vis Moot-Teams der Universität Bremen, Tobias Pinkel, LL.M., den er auch zuvor im UN-Kaufrecht unterrichtet. Damit legte er indirekt den Grundstein für die Gründung von MCAB e.V., zu der es ohne die regelmäßige Teilnahme der Universität Bremen am Vis Moot unter der Teamleitung von Tobias Pinkel wohl nicht gekommen wäre.

Gleichzeitig bot die FDS den teilnehmenden Studentinnen und Studenten aus Bremen die Chance, die Vor- und Nachteile physischer Veranstaltungen im Vis Moot-Kontext zu erleben. Denn die Chance, die Nächte zum Netzwerken mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern von anderen Universitäten nutzen zu können, erhöht gleichzeitig auch die Anstrengung bei der Teilnahme am wissenschaftlichen Programm des nächsten Tags. Auch durften das Bremer Vis Moot-Team erleben, dass das Reisen – mit all seinen Vorzügen – nicht nur mit Vergnügen verbunden sein muss. Die ohnehin späte Rückfahrt aus Frankfurt verzögerte sich zunächst wegen technischen Störungen und sodann wegen Personen auf dem Gleis so sehr, dass der Anschluss in Hannover nicht mehr erreicht werden konnte. Entsprechend konnte Bremen erst am heutigen Samstag, dem 18. September 2021 in den frühen Morgenstunden erreicht werden. Dennoch war die FDS eine von hoffentlich zahlreichen gelungen Gelegenheiten, trotz der digitalen Durchführung des Vis Moots etwas von der „klassischen“ Wettbewerbserfahrung zu erleben. Das Vis Moot-Team der Universität Bremen und MCAB e.V. bedanken sich bei dem Frankfurt Moot Alumni Association e.V. für diese tolle Gelegenheit zum Auftakt des diesjährigen Vis Moots.

Team der Universität Bremen für den Vis Moot 2021/22 virtuell in Wien offiziell angemeldet

Am heutigen Mittwoch, dem 15. September 2021 begann die Anmeldefrist für Teams, die am 29. Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot 2021/22 teilnehmen wollen. Der Wettbewerb wird als simuliert Schiedsgerichtsverhandlung zum UN-Kaufrecht auch in diesem Jahr wieder in der Woche vor Ostern virtuell in Wien durchgeführt werden. Dabei darf jede Universität mit einem juristischen Studiengang mit nur einem Team vertreten werden. Das Team der Universität Bremen wurde gleich am ersten Tag der Anmeldefrist vom Studienzentrum des Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen angemeldet.

Auch die teilnehmen Studierenden und Coachs wurde bereits registriert. In Wien wird der Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen in diesem Jahr virtuell durch Selin Ersoy, Mia Elisabeth Thye, Aylin Dagdagan, Hana Licina und Maxime Fréderic Fischer vertreten werden. Als Coachs fungieren der Teamleiter Tobias Pinkel und Praxiscoach Sandra Gerdes. Die akademische Leitung wird wieder in den bewährten Händen von Prof. Dr. Calliess liegen. Daneben wird das Team von einem fünfköpfigen studentischen Betreuerteam unterstützt.

Mit der Bestätigung der Registrierung des Teams der Universität Bremen ist der nächste Schritt zur erfolgreichen Wettbewerbsteilnahme getan. Mit den internen Vorbereitungsworkshops und -Seminaren der Universität Bremen und von MCAB e.V. sowie der externen Vorbereitung einiger Teammitglieder im Rahmen der FDS ist das Team der Universität Bremen nun bestens auf die Ausgabe der Fallakte in zweieinhalb Wochen und die sodann beginnende „Schriftsatz-Phase“ vorbereitet.

Die Teilnehmerinnen beim 19. Vis East Moot in Hongkong müssen hingegen noch auf ihre Registrierungsbestätigung warten. Die Anmeldephase beginnt für diesen Wettbewerb erst am 24. September. Auch hier ist eine Anmeldung am ersten Tag geplant um sicherzugehen, auch in diesem Jahr wieder einen Platz zu erhalten. Während die Teilnahme in Wien für die Universität Bremen nun fast schon als Tradition gelten kann, wird die Universität in Hongkong erst zum zweiten Mal vertreten sein.

MCAB e.V. wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Vis (East) Moot viel Spaß bei der weiteren Vorbereitung auf den Wettbewerb und viel Erfolg bei Verfassen der Schriftsätze.

Erstes physisches Treffen mit Vis Moot-Teams anderer Universitäten seit 7. Bukarest Pre-Moot vom 06.-08. März 2020

Das Corona-Virus hat den Vis Moot zumindest vorübergehend grundlegend verändert. Während Jahrzehnte lang das Treffen von Jurastudenten und Schiedsrechtspraktikern aus aller Welt neben den Verhandlungsrunden im Mittelpunkt des Wettbewerbs stand, gab es seit der Bekanntgabe der Umstellung des Vis Moots auf digitale Verhandlungen am 06. März 2020 für das Team der Universität Bremen ausschließlich virtuelle Treffen mit anderen Universitäten über ZOOM, Skype, MS Teams und co. Der letzte physische Termin für die Studentinnen und Studenten der Universität Bremen war der 7. Bukarest Pre Moot, der im vom 06. bis 08. März 2020 noch vollständig in Präsenz durchgeführt wurde, weil die Absage des physischen Vis Moots in Wien unsere Team wie auch die andern am Pre-Moot teilnehmen Teams erst erreichte, nachdem die Hotels in Bukarest bereits bezogen waren.

Mitglieder des Vis Moot-Teams 2019/20 während des 7. Bukarest Pre-Moot in der Universität Bukarest
(c) Tobias Pinkel

In Phase, in denen es die pandemische Lage zuließ, trafen sich zwar die Teams der Universität Bremen zu internen Treffen nicht nur virtuell. Die physischen Begegnungen mit anderen Teams fehlten aber gänzlich. Leider wird der Wettbewerb zumindest für das Wiener Team auch in diesem Jahr digital statt finden – über die Austragungsform des Vis East Moot in Hongkong wurde bis heute noch nicht entschieden – doch gelingt langsam in einzelnen Bereichen wieder eine Rückkehr in die präpandemische Normalität, wie sich auch an dem geplanten Treffen am Rade des Vis Moots in Wien zeigt. Schon jetzt begann mit der Frankfurt Drafting School (FDS) des Frankfurt Moot Alumni Association e.V. (FMAA) am heutigen Mittwoch, dem 15. September 2021 die erste Vis Moot-Veranstaltung seit dem 8. März 2020, an dem Vis Moot-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer der Universität Bremen auf Teams anderer Universität treffen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bremer Vis Moot-Teams 2021/22 an der FDS.
(c) Janina Pecht

Im Rahmen der FDS lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Grundlagen des Schiedsverfahrens- und UN-Kaufrechts und machen Übungen zum Verfassen eines Schriftsatzes. Insoweit handelt es sich um eine Wiederholung und Vertiefung des Vorbereitungsseminars, das bereits an der Universität Bremen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bremer Teams in Kooperation mit MCAB e.V. vor wenigen Wochen angeboten wurde.

Obwohl die FDS dieses Jahr wieder physisch durchgeführt wird, sind auch weiterhin die pandemischen Einschränkungen erheblich. Zum einen waren wegen dem umfangreichen Abstands- und Hygienekonzepts die verfügbaren Plätze stark beschränkt. Deshalb war auch die Teilnehmerzahl pro Universität limitiert, sodass nicht das gesamte Team der Universität Bremen an dem zusätzlichen Vorbereitungsworkshop teilnehmen durften. Dennoch ist es ein großer Gewinn, dass nach der digitalen Durchführung im letzten Jahr, die FDS in diesem Jahr in die reale Welt zurückkehrt.