Am morgigen Donnerstag, dem 15. Juli 2026, findet zum 15. Mal der Justus-Liebig-Moot-Court an der Universität Gießen statt. Zum vierten Mal nimmt auch ein Team der Universität Bremen an dem Wettbewerb teil. Wie bereits im vergangenen Jahr hat sich das Bremer Team, bestehend aus Angelina Kleefeld und Julia Olszewska, für die mündlichen Finalrunden qualifiziert.
Der Justus-Liebig-Moot-Court ist eine simulierte Gerichtsverhandlung zum deutschen Zivilrecht, die jährlich an der Universität Gießen ausgerichtet wird. Der Wettbewerb besteht aus zwei Teilen: Zunächst verfassen studentische Teams entweder eine Klageschrift oder eine Klageerwiderung; anschließend treten die Teams mit den besten Schriftsätzen in mündlichen Verhandlungen gegeneinander an. Im Vergleich zu größeren Wettbewerben wie dem Soldan Moot ist der Justus-Liebig-Moot-Court deutlich überschaubarer und damit ein idealer Einstieg für Studierende ab dem vierten Fachsemester.
In diesem Jahr steht die Miete eines Autos im Mittelpunkt des Falls. Im Rahmen eines Aprilscherzes hatten Dritte die Preisangaben für die Tagesmiete am Fahrzeug manipuliert. Nun ist unklar, zu welchen Konditionen der Mietvertrag zustande gekommen ist, der lediglich auf die „Preisliste“ verweist. Zudem wurde das Auto während der Mietzeit beschädigt. Der Beklagte hatte es unter einem Baum abgestellt. Bei stärkerem Wind brach ein vorgeschädigter Ast ab und beschädigte das Fahrzeug. Die Klägerin verlangt nun Schadensersatz vom beklagten Mieter. Das Team der Universität Bremen in diesem Jahr die Beklagtenseite.
MCAB e.V. wünscht allen Studierenden der Universität Bremen viel Erfolg bei der Teilnahme am Wettbewerb. Die notwendigen Reise- und Übernachtungskosten für die Fahrt nach Gießen übernimmt MCAB e.V. Zudem stand der Vorstandsvorsitzende von MCAB e.V., Tobias Pinkel, LL.M., den Studierenden der Universität Bremen beim Verfassen des Schriftsatzes sowie bei der Vorbereitung der mündlichen Verhandlung unterstützend zur Seite.
